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Posts archive for: September, 2005
  • CHEER UP

    Dieses Bild ist letztes Wochenende in KINGSTON entstanden, ich fand dieses "Kunstwerk" von Telefonhaeuschen echt niedlich *ggg*:p

    Es geht aufwaerts.
    Zumindest habe ich wieder etwas Geld in der Tasche und ich merke WIE sparsam mich diese Woche des "mittellosen Daseins" gemacht hat.
    Mein Snack bestand heute aus einer Banane von MARKS AND SPENCERS und einem pint Milch (zusammen 65 penny):)

    Gestern habe ich mich vormittags mit Nina in Richmond getroffen und anschliessend mit Jane bei ihrem Buero (Warren Street) wo wir nach Starbucks was trinken gegangen sind und viel gequatscht haben (immerhin gab es auch viel zu erzaehlen *ggg*).

    Anschliessend habe ich Mina am KINGS CROSS getroffen, wo wir erst bei Mc Donalds auf dem Klo *lol* waren (dafuer ist Mc D immer gut) und danach mit dem 10er Bus zur Tottenham Court Road gefahren sind.
    Hier haben wir bei SUBWAY erst einmal ein Sandwich gegessen und spaeter noch beim Starbucks am Leicester Square einige Zeit verbracht und gequatscht, bevor wir uns zu Fuss zur Oxford Street aufgemacht und am SELFRIDGES Steffi und zwei andere Maedels getroffen haben.

    Abens war ich in FAME (ein Geburtstagsgeschenk) und habe mich wieder in die "Welt der Reichen und Schoenen" *lach* zurueck versetzt gefuehlt. (Habe mich ja die letzten Tage mehr mit den in Muelleimern wuehlenden Herren ohne Zaehne identifiziert:'()

    "Cheer up" (Kopf hoch!) lacht mir der Busfahrer des 15er am Charing Cross entgegen als ich dort spaet in der Nacht einsteige um zur Paddington Station zu fahren.
    Dabei hatte ich das doch schon:>>

    Manchmal ist es unheimlich wie man hier mit "wildfremden" Menschen auf irgend eine Art und Weise in Kontakt kommt und sie deine Gedanken zu lesen scheinen.

    Letztens war ich an einem meiner "Depritage" an der Hammersmith Station an einem Obdachlosen, welcher Zeitungen verkaufte und jeden ansprach, ob er nicht ein paar Penny fuer ihn haette, vorbei gelaufen .. ich muss ihn ziemlich intensiv angeguckt und gedacht haben "was hat er im Moment weniger als ich" als er meinen Blick erwiderte und mich anlachte:
    "Have a nice day, lady, everything will work out"
    Ich haette ungelogen fast weinen koennen:|

  • Birthdays At Starbucks

    Gestern hatte ich also Geburtstag
    Danke erstmal an alle die an mich gedacht haben ihr seid echt die Besten:wave:

    Den Vormittag habe ich also in Richmond bei Nina verbracht (danke fuer das Toertchen *knuddel*), bevor ich meine 2-Stunden-Busjourney zurueck ins Zentrum von London angetreten habe und mich abends mit Adrienn und Lena am Charing Cross getroffen habe.

    Wir waren bei Starbucks, Burger King und wieder bei Starbucks und allem in allem wars ein super schoener Abend den ich trotz Dauerregens sehr genossen habe (Danke nochmal an Lena und Adrienn):D

    Der Brief von meiner Mom ist noch nicht angekommen und so war ich wieder mal auf die Spenden anderer angewiesen *schnief*:(

    Ansonsten kann es nur noch aufwaerts gehen und ich versuche das Beste aus der Situation zu machen, schlimmer kann's ja nicht mehr kommen;) Obwohl .. doch koennte es .. Man brauch sich auf den Strassen Londons nur umzusehen ...:no:

    Ich habe es heute wieder nicht zum College geschafft und habe schon ein ganz schlechtes Gewissen...

    FROM WHERE I SIT I SEE THE WAY THINGS ARE
    THE WAY THEY'VE ALWAYS BEEN
    FROM HERE THE HEAVENS SEEM A LITTLE FAR
    AND THIS WORLD FULL OF SIN
    AND WITH THESE HANDS I KEEP A MEMORY
    OF THE ONES WHO'VE DONE SUCH WRONG
    UNTIL THE JUDGEMENT COMES AND ALL OF US ARE FREE
    I KNIT A PICTURE OF THE WAY IT OUGHT TO BE

  • Surviving

    YOU'VE ALWAYS KNOWN THIS WORLD IS BLACK AND COLD AND HUMAN LIFE IS CHEAP
    YOU'VE ALWAYS KNOWN MOST MEN ARE OUT FOR BLOOD AND GOD IS FAST ASLEEP
    AND YOU CAN STAND THERE DOING NOTHING HATING EVERYONE YOU SEE
    OR YOU CAN FIGHT TO MAKE A WORLD WHERE MEN ARE FREE
    IT'S UP TO US TO CHOOSE THE WAY IT OUGHT TO BE
    (A Tale Of Two Cities)

    Die letzte Nacht war alles andere als schoen. Ob es daran lag, dass es mindestens 25 Grad in meinem kleinen Hotelzimmer waren (obwohl ich das Fenster auf hatte und es draussen hoechstens um die 10 war), dass die Metallfedern des Bettes in meinen Ruecken gebohrt und der Fernseher (obwohl er aus war) komische Geraeusche gemacht hat.. dass vor meinem Fenster saemtliche Einsatzfahrzeuge Londons ihre Sirenen geprueft haben oder ganz einfach daran, dass ich einen Alptraum nach dem anderen hatte. Zusaetzlich scheine ich gegen irgend etwas in meinem Zimmer allergisch zu sein.. ich bin aber trotzdem unendlich dankbar dass ich dort wohnen kann:o

    Heute morgen habe ich verschlafen und somit beschlossen, die Tube (Bakerloo line) zu nehmen, um es noch rechtzeitig nach Richmond und zum College zu schaffen, was soweit auch kein Problem dargestellt haette, waere noch genug Geld auf meiner Oyster Card gewesen. An der Tube Station in Paddington bin ich schon mal nicht durch die Schranke gekommen und habe daraufhin den 27er Bus nach Hammersmith genommen.
    Als ich von da aus (mit einiger Verspaetung) den 190er nach Richmond nehmen wollte wars soweit: Auch das "Touchthing" im Bus hat rot angezeigt und der Busfahrer hat mich raus geschmissen:
    "Hast kein Geld mehr drauf, Kleine"
    "Oh danke fuer die Info" *brrrrr*
    >:(

    In meiner Verzweiflung in Hammersmith voellig fest zu sitzen habe ich einen nett aussehenden Kioskmitarbeiter angequatscht und prompt 1 GBP in die Hand gedrueckt bekommen (war richtig platt).

    Bin somit mit lediglich 20min Verspaetung am College in Richmond angekommen, wo mir Nina noch meine Sachen vorgebracht und Rosy (meine Englischlehrerin) mir 5 Pfund "Nothilfe" fuer den Bus gegeben hat (so liebe Menschen, bin ganz geruehrt) ...:D
    Und dank Nina konnte ich sogar ins Internet und habe ein warmes Mittagessen bekommen *happy*:yes:
    Mein Ueberlebenstraining geht weiter und ich versuche euch auf dem Laufenden zu halten:wave:

    Gestern abend habe ich Sue in Willesden Junction getroffen.
    War von der "area" etwas geschockt und auch sonst hatte ich die ganze Zeit ueber ein seltsames Gefuehl in der Magengegend (koennte auch mein Hunger gewesen sein) ..
    Das Au Pair (eine Polin) war nicht gerade kooperativ und ungewoehnlich ruhig (was mich bei Leuten ja schon nervt), ein bisschen hatte ich das Gefuehl in diesem Haus wird nie geredet.
    Sue ist Casting Direktorin und wir wurden staendig von irgend welchen Telefonanrufen pp unterbrochen, sie empfaengt ihre Schauspieler teilweise wohl auch in ihrem Buero zu Hause.
    Harri (der Junge, 5) war wirklich ganz suess und auch das was das Au Pair so erzaehlte (soweit sie mal den Mund aufmachte) klang nicht schlecht (besonders der Teil mit dem "Ausschlafen am Morgen" *ggg*;)) aber ich habe mich entschieden und werde am Sonntag zu meiner neuen Familie in HAMPTON COURT ziehen *freu*
    Bis dahin heisst es: Survivaltraining in Central London:yawn:

  • Life Isn't All Beer And Skittles

    .. "Das Leben ist kein endloses Vergnuegen"

    Im Moment lerne ich die wirklich harte Seite des Lebens, bzw. "Ueber"lebens kennen: Mitten in Central London auf mich ganz allein gestellt und das mit gerade *rechne* zwei Pfund und vier Penny in der Tasche, einem trockenen Toastbrot und Margarine im Hotelzimmer und .. naja meinem Koffer eben - wenigstens habe ich das Hotelzimmer und ich habe letzte Nacht auch ungewoehnlich gut geschlafen, nachdem ich durch das naechtliche London an der Paddington Station vorbei noch zum TESCO gewandert war, um mir eben selbiges Brot zu kaufen *lol*

    Es ist ein komisches Gefuehl durch die Strassen von London zu laufen mit der einzigen Gewissheit ein Dach ueber den Kopf zu haben und ein Bett, sonst aber nicht viel mehr, es ist wie ich zugeben muss wirklich hartes Ueberlebenstraining... und doch geht es mir so viel besser als den Leuten die ich hier an den Hauswinkeln, Parks und diversen anderen Locations rumsitzen sehe. Heute morgen habe ich einen Mann mitte 30 getroffen, welcher gerade den Papierkorb an der Bushaltestelle nach etwas Essbarem durchsuchte und sich tatsaechlich vor meinen Augen ein verschimmeltes viertel Broetchen in den Mund steckte...

    1,20 GBP habe ich fuer diese Session im Internet ausgegeben, das ist mehr als ein Drittel von dem was ich noch hatte.
    Ich bekomme etwas Geld geschickt, aber das wird fruehstens am Donnerstag (d.h. in drei Tagen) ankommen, bis dahin werde ich mich am Fruehstuecksbuffett im Hotel versuchen satt zu essen und nicht all zu sehr darueber nach zu denken.

    Heute Abend habe ich eine Verabredung mit einer Lady aus dem Norden Londons, welche Casting Direktorin ist und noch eine Nanny fuer ihren fuenfjaehrigen Sohnemann sucht.
    Einige Familien haben abgesagt, ich habe einige Telefonate gefuehrt und die die mir am besten gefallen hat wuerde mich gerne nehmen, mal sehen. Auch wenn ich in einer "Notsituation" bin moechte ich nichts uebers Knie brechen, am Ende steh ich wieder da wo ich angefangen habe, bzw. nie hin wollte...

    Das Wetter ist zur Zeit sehr schoen und eigentlich waere alles perfekt hier, ich liebe die Faszination dieser Stadt nach wie vor, auch aus der Perspektive eines "Mittellosen" *lach*:oops:
    Meine Laune hat sich seit ich hier bin auch ziemlich verbessert, denn das neue Jobangebot gibt mir wieder Perspektive und zeigt nur all zu gut:
    Nichts ist so schlimm wie es anfangs zu scheinen mag .. und doch, es hat mich schon sehr mitgenommen .. :-/

    Gerade hat mich der nette junge Herr vom EasyInternetcafe angesprochen ich solle doch mein Handy in meine Tasche tun, da es sonst gestohlen werden koennte...
    Wenn ich mal gerade darueber nachdenke: Das wuerde mich endgueltig und komplett ins Aus befoerdern *g*:o

    Der Abschied gestern ist mir nicht leicht gefallen. Anna und Tom werde ich wirklich vermissen, solche Kinder kann sich jeder nur wuenschen und waeren diese "Autogeschichten" nicht passiert haette ich dort bestimmt ein klasse Jahr verbracht .. aber es hat nicht sollen sein.. soll ich Autos ab jetzt hassen?

    Nina hat mich dann nach Richmond zur Station gefahren und in der Tube habe ich dann eine SMS von Lorraine bekommen, dass sie mich "wollen", ich war so happy:p
    Habe mich ja schon in der "Gosse" hinterm Big Ben gesehen:D

    Wie dem auch sei, zumindest kann ich auf dem Hotelzimmer jetzt mein Fernsehdefizit der letzten 8 Wochen kompensieren.
    Gestern habe ich mir erstmal die Wdh von LOST (Series) auf Channel 4 angesehen (welches ich letzte wie die Woche davor verpasst hatte).. :))

    Das Hotel (soweit man es so nennen kann *hust*) ist direkt hinter der Paddington Station und auch wenn das Zimmer alt, klein und alles in allem recht "schmuddelig" ist bin ich selig es zu haben.
    Selbst das Fruehstueck war lecker (war ja auch ausgehungert genug um in dem Moment alles lecker zu finden) und ich kann mich soweit nicht beklagen.

    Wenn mir jemand Spenden (z.B. Essen *hunger*) schicken moechte, meine Adresse ist bis Samstag:

    BRUNEL HOTEL
    ROOM 310
    79 GLOUCESTER TERRACE
    LONDON
    W2 3HB

    Uebermorgen (Mittwoch) habe ich Geburtstag:'(

  • Lost Or Live Goes On

    Heute habe ich gut den halben Tag im www und auf der Suche nach Unterkuenften, Jobs und Alternativen verbracht, bevor ich nachmittags mit dem Bus (dem Auto komme ich nicht mal mehr nahe:oops:) nach Richmond gefahren bin, wo ich mich spaeter mit Nina getroffen habe etc.

    Ich habe lange Zeit bei Starbucks, Costa, Sainsburys und Co. verbracht, gelesen, "A Tale Of Two Cities" gehoert und diverse Telefonate gefuehrt.

    Nach unserem obligatorischen Besuch in unserem "Stammpub" *raeusper* (dessen Name aufgrund von Ehre und Stolz an dieser Stelle nicht genannt werden darf *g*:>>) sind Nina und ich in eine neue Episode von "LOST IN THE STREETS OF RICHMOND" geraten ...

    Nachdem wir vor oertlichen "Food And Wine" Laeden Bekanntschaft mit "zahn- und hirnlosen" Irren gemacht haben, die, nachdem man ihnen sagte wir kommen aus "Schweden" die Waffengesetze in diesem Land lobten und einen fragten, ob man mit dem Hintern wackeln koennte und auf welche Art von Hard Core Sex man denn stehe pp, passierten wir eine Gruppe jugendlicher Schwarzer, denen wir keine weitere Aufmerksamkeit schenkten.
    Erst nachdem gut fuenf Polizeistreifen mit Blaulicht und Sirene sowie rennende Bobbies von der anderen Strassenseite und Krankenwagen auf jenen Platz los stuerzten, ueberlegten wir an was fuer einem Tatort wir zwei Minuten zuvor ahnungslos vorbei gelatscht waren und zugegeben, es hat mich extrem beunruhigt.
    Noch dazu wurde der Gehweg in Richtung Bahnhof fuer gut 100 Meter komplett abgesperrt (was nicht wirklich Sinn machte, da dort weder Spuren zu sichern waren, noch sonst irgendwas geschah bzw zuvor geschehen war). Aber wie Nina lobend erwaehnte: Es waere zu effektiv gewesen nur den Bereich abzusperren den man auch wirklich fuer Verhoer und Untersuchung etc benoetigt haette und eins sei an dieser Stelle nochmal gesagt:
    Wenn man Englaender ist, bzw. sich wie ein Solcher verhalten moechte, darf man grundsaetzlich keine Dinge tun die Effektivitaet mit sich ziehen;)

    Die Szenerie wurde nach und nach immer mehr absurd und Schauplatz laecherlichem Verhaltens, wobei die lallenden, torkelnden und "kotzenden" Englaender aus den umliegenden Pubs/Bars, welche sich nach und nach zu Bushaltestellen und Taxistaenden quaelten haben jenes Bild nicht gerade verschoenert .. XX(
    Bei den englischen "Maedels" wundert mich immer nur eins:
    Wie kann man so jung, mit so kurzen Roecken und so unfoermigen Beinen in solche Bars reinkommen, wo man sich in ein paar Stunden so betrinkt dass man nicht einmal mehr weiss, wer einen alles so begrabscht hat?:crazy:

  • The Neverending (Car And Crash) Story

    Fate is the friend of the good, the guide of the wise, the tyrant of the foolish, the enemy of the bad.

    Die Menschen werfen all ihre Dummheiten auf einen Haufen .. konstruieren ein Ungeheuer .. und nennen es Schicksal.
    Um eines vorweg zu nehmen: ich hatte vor sechs Jahren eine wirklich sehr schoene Zeit in der Fahrschule, einen (wie ich damals fand) wirklich netten und lustigen Fahrlehrer, eine Menge Spass am Autofahren und lediglich einen Auffahrunfall zwei Stunden nachdem ich meinen Fuehrerschein bestanden hatte. Dies war aergerlich, etwas schockierend, jedoch nicht wirklich meine Schuld.

    Seit ich hier bin hat sich das Verhaeltnis zum Autofahren, bzw. zu unserem lieben Auto auf wundersame Art und Weise veraendert. Waere ich aberglaeubisch wuerde ich sagen der Wagen ist verflucht oder hat es auf mich abgesehen. Waere ich selbstzweifelnd wuerde ich behaupten ich kann nicht Autofahren, habe es nie gekonnt..
    Doch Fakt ist ich hatte einige (wie ihr wisst) unangenehme Vorfaelle in die immer wieder unser Auto involviert war und letztendlich fuehrte alles auf den Hoehepunkt am Dienstagnachmittag hinaus:

    Ich war gemuetlich auf den Weg von Twickenham, ueber Teddington in Richtung Bushy Park, Hampton Court, Esher und Cobham zur ACS (Annas Schule), um sie und einen Klassenkameraden abzuholen, als ich ploetzlich ein Stueck vor mir einen Kleinwagen links anhalten sah. Da rechts frei war habe ich mein Tempo nur wenig verringert, um zu ueberholen, doch als ich schon fast auf gleicher Hoehe mit dem anderen Auto war sah ich ploetzlich dessen Blinker.
    Ohne zu zoegern zog jener Wagen rechts rueber, direkt in meine Bahn und mir blieb nichts anderes rueber als bei gut 50 Sachen weiter nach rechts auszuweichen, was dazu gefuehrt hat, dass ich sowohl in ein parkendes Auto als auch in jenes was gerade nach rechts zog hinein gecrashed bin. Ich muss sogar ein kleines Stueck durch die Luft geflogen sein und das andere fahrende Auto wurde ein ganzes Stueck nach links an die andere Strassenseite geschleudert.. Soweit ich es mitbekommen hab war die Fahrerin und ihre Tochter unversehrt und auch mir geht es (trotz anfaenglichen Nackenschmerzen und einem gewaltigen Schock) inzwischen wieder gut (wenn auch nur physisch). Die Polizei wurde gerufen sowie drei Krankenwagen (zwei davon sind glaub ich durch Zufall vorbei gefahren, haben aber ausser die Strasse noch mehr zu blockieren nicht wirklich grossartig geholfen).
    Schnell habe ich die eigentliche Konsequenz dieses Unfalls erkennen muessen: ich war noch am Leben aber gleichzeitig wusste ich dass dieser Unfall einer zu viel war.
    Waeren es meine Kinder haette ich wahrscheinlich ganz genauso gehandelt.

    Ab morgen werde ich vorraussichtlich auf der Strasse landen und in der Gosse von London Bekanntschaft mit den dunkleren Gestalten der Metropole machen, unter Bruecken schlafen und den Rest des Tages vor Mc Donalds betteln gehen.

    Gestern und vorgestern war ich in einer kompletten Weltuntergangsstimmung, bevor ich mich heute dazu aufraffen konnte und endlich aktiv geworden bin.
    Fakt ist ich habe kein Geld, kein Job und keinen Platz zum Schlafen und das in einer Stadt wie London, ein herrliches Gefuehl.

    Dieser Blog koennte in den naechsten Tagen extrem spannend werden und in ein paar Monaten, wenn man meine Ueberreste in Muellcontainern auf der Oxford Street findet, vielleicht sogar veroeffentlicht werden *grins*:DD

    Passend zu meiner Stimmung habe ich mir von meinen letzten Pfund gestern in Kingston eine Kinokarte (Odeon) gekauft und mir WOLF CREEK angeschaut.
    Ein Horrorfilm mit viel Blut, der einem zumindest das Gefuehl vermittelt dass es immer NOCH schlimmer haette kommen koennen

    30 000 are reported missing in Australia every year
    90% are found within a month
    Some are never seen again

  • Every Day Stories

    Die Woche hat mehr oder minder normal begonnen und ich habe den gestrigen Tag damit verbracht im Stau zu stehen, Waesche zu waschen, im Stau zu stehen, Hausaufgaben zu machen, im Stau zu stehen, BBC zu gucken, im Stau zu stehen, Kinder durch die Weltgeschichten zu kutschieren (und dabei im Stau zu stehen), nach Richmond zu fahren (ohne dabei im Stau zu stehen und anstattdessen 30min mit der Parkplatzsuche zuzubringen), meine Oyster Card zu kaufen, mich mit Siebenjaehrigen zu streiten, Dreijaehrige mit Apfelsaft abzufuellen *g*, ins Sonnenstudio zu gehen, die sexy Mitarbeiter von "Woolworth" anzustarren und .. im Stau zu stehen :DD Alltag!

    Vielleicht fragen sich einige unter euch, warum ich noch nichts ueber die Wahlen in Deutschland geschrieben habe und die Antwort ist naheliegend, betrachtet man das Spektakel von einem halbwegs neutralen Standpunkt aus. Ich werde weder sagen was meine Meinung hinsichtlich der Entscheidung ist, noch meine politische Einstellung oder mein Urteil bezueglich der Vorgehensweise einiger politicher Groessen in unserem Land kund geben.
    Nur soviel sei gesagt: ich bin schon des Oefteren von Englaendern hier ueber die Wahlen pp ausgefragt wurden und der allgemeine Standpunkt von BBC, Pubbesuchern und Co. geht im Grunde lediglich in die Richtung "Kinderkram" und/oder "Ja ja die Deutschen wieder" und ein bisschen kann man sich ja auch schaemen.
    Die einzelnen Konstellationen und Beziehungen im Bundestag sind kaum jemandem hier ein Begriff und so erscheint der Streit um Koalition und Kanzlerkandidatur mehr wie ein "kindisches Gerangel" (so sogar vom Sender BBC in einem Report dargestellt, in dem Schroeder, Merkel, Lafontaine, Westerwelle und Co. wie Kinder dargestellt wurden, die sich im Sandkasten um die groesste Burg rangeln) ... ;) Das einzig Interessante ist die Angst der Englaender (und des Rests von Europa) um Deutschland im Hinblick auf dessen Stellung bezueglich der Oekonomie (Stichwort "Deutschland als wichtige Wirtschaftsmacht")...

    Wie dem auch sei, wir werden sehen wie dieses "Spiel" letztendlich ausgeht.

    Heute war ich zum zweiten Mal im College und habe zwei wunderbare Stunden mit "Rosy" und meinem polnisch-russisch-ungarisch-deutschem-schlag-mich-tot gemischtem Kurs verbracht, in dem ich in die "unendlichen Weiten" der englischen Sprache *hust* gefuehrt wurde und "eine Menge" *nichtwirklich* Neues gelernt habe, wie z.B. "Wie schreibe ich einen Brief" *gaehn* Das Problem was ich nach dem Schreiben des Selbigen hatte bestand im Grunde darin "Wie bekomme ich die restlichen 35 min der 45 min um" und so bin ich ein bisschen an die frische Luft gegangen, habe mir einen Kakao geholt und mir meine "Student Card" an der Rezeption ausstellen lassen.

    Bei COSTA habe ich dann in der Sonne gesessen und meine (wirklich "anspruchsvollen") Hausaufgaben erledigt ..
    Richmond ist uebrigens wirklich sehr, sehr schoen:

    Gerade hat eine nette Dame von der Polizei angerufen und mir fuer meinen Gastvater eine "Crime Reference Number" (wegen der Sache mit dem Auto *raeusper*) durchgegeben:roll:
    Bei solchen Telefongespraechen (so habe ich das Gefuehl) lerne ich mehr als die ganze Woche am College *g*:yawn:

  • Carstories II

    Am Samstag waren Nina und ich zusammen in Central London und haben unsere "Wir-tun-jetzt-mal-als-seien-wir-zum-ersten-Mal-in-dieser-Stadt" Session vom Freitag fortgesetzt.

    Wir waren am London Eye, beim Thames Festival (Southbank), an der Waterloo Bridge, London Bridge, Leicester Square, Trafalgar Square (wo wir uns vor diversen "Mauerschubsern" in Acht nehmen mussten und laengere Zeit in der Sonne verbracht haben, bekloppte Videos gedreht und die Spezie "Tourist" sowie "alleinsitzende" Maenner beobachtet haben):DD, an der Oxford Street und im Soho/ Tottenham Court Rd.

    In der National Portrait Gallery haben wir uns u.a. die Ausstellung zum BP Portrait Award 2005 angesehen.

    Wir haben uns also quasi pausenlos unter die "Touristen" gemischt und mir kam mitunter der Gedanke, dass man Feuer ja fuer gewoehnlich mit Feuer bekaempft *ggg*B)

    Die Oxford Street war am SA wieder ungemein "busy" und wir haben uns irgendwann in eine Seitenstrasse zum "SUBWAY" zurueck gezogen, als ich ein Anruf meiner Gastmutter bekam, dass in unser Auto eingebrochen und unsere Digicam gestohlen wurde. Das alles nachts und vor meinem Fenster. Das Ganze hat mich etwas aus der Fassung gebracht, da ich an der Geschichte nicht ganz unschuldig war, aber mehr sei dazu und hier jetzt nicht gesagt.

    Wir hatten einen herrlichen Tag und zugegeben sehr viel Spass. Abends musste ich leider zurueck und babysitten, waehrend ich nette Gesellschaft hatte und wir uns den Film "DOWN WITH LOVE" angesehen haben. Auch wenn ich immer wieder unterbrochen wurde und diverse Traktoren, Lastwagen und Pferdeanhaenger eines Dreijaehrigen bearbeiten musste *seufz*:-/

    Am Sonntag haben wir gute zwei Stunden vor dem PC und mit Homevideos und Fotos aus D verbracht, bevor Nina und ich nach Richmond gefahren sind, wo wir erst bei Mc Donalds einige nackte Maennerhintern bewundern und uns einige "dumme" Sprueche von selbigen Mitbuergern haben anhoeren duerfen (wir haben sie nicht provoziert, ganz ehrlich nicht:D) und spaeter dann den Abend in einem Pub, bei Live Music, Dance and Alkohol haben ausklingen lassen (auch wenn selbiger nicht in meinen Mund sondern auf meine Jacke, Hose und in meine Haare gewandert ist, Erklaerungen dazu erspare ich euch)>:XX

    Zwischendurch haben wir noch einen Abstecher zum Sainsburys in Richmond gemacht, sowie zu der oertlichen FIRE STATION (Feuerwehrwache), um nach einem Helm (fuer einen befreundeten FWler aus Germany) zu fragen. Der junge Herr im "Watch Room" (Wachraum) hatte uns zunaechst garnicht bemerkt und wir haetten uns gut und gerne an der gesamten Ausruestung bedienen koennen *ggg*:p
    Als uns am Kreisverkehr vor der Wache schon ein Feuerwehrauto mit Blaulicht entgegenkam hatten wir ja fast befuerchtet dass die gesamte Station leer sein koennte aber dem war nicht so.
    Der nette, junge Mann hatte leider keinen Helm fuer uns, stattdessen habe ich ein T-Shirt (und somit ein neues Nachthemd *lol*) bekommen - wirklich sehr, sehr freundlich *g*:)

    A nice weekend :wave:

  • Pride And Prejudice

    Nach einem Tag in Central London am Vormittag und mit meinen lieben Kiddies am Nachmittag, war ich am Abend mit Nina in Richmond im Kino (vorher noch bei NANDOO'S) wo wir uns "Pride And Prejudice" (Stolz Und Vorurteil) nach dem Roman von Jane Austen angeschaut haben.
    Ich mochte den Film, die Story, die Athmosphaere und die Schauspieler (besonders Mr Darcy *g*)

    England gegen Ende des 18. Jahrhunderts: Die Familie Bennet ist hocherfreut, dass sich der reiche Junggeselle Mr. Bingley (Simon Woods) in ihrer Nachbarschaft niederlässt. Er ist im Gegensatz zu ihnen in der höheren Gesellschaft anerkannt. Durch diese Nähe erhofft vor allem Mutter Bennet (Brenda Blethyn), ihre fünf Töchter Jane (Rosamund Pike), Elizabeth (Keira Knightley), Lydia (Jenna Malone), Mary (Talulah Riley) und Kitty (Carey Mulligan) verheiraten zu können. Dem gutherzigen Vater Bennet (Donald Sutherland) ist dies reichlich egal,. Hauptsache, seine Töchter sind glücklich. Auf einem Ball verliebt sich Bingley auch prompt in Jane, die älteste der Bennet-Mädchen. Elizabeth ist dagegen abgestoßen und fasziniert zugleich von Bingleys Freund, dem arrogant wirkenden Mr. Darcy (Matthew MacFadyen). Zwischen ihnen baut sich trotz aller Gegensätze sofort eine innere Spannung auf. Deshalb lässt die kluge und selbstbewusste Elizabeth auch den unbeholfenen Pfarrer Mr. Collins (Tom Hollander) abblitzen, der sie heiraten will. Sie ist allerdings außer sich vor Wut und Enttäuschung, als sie erfährt, dass Darcy mit seinem Ratschlag an seinen besten Freund Bingley dessen mögliche Ehe mit Jane verhindert. Deswegen wendet sich Elizabeth dem scheinbar edlen Mr. Wickham (Rupert Friend), einem Feind Darcys, zu...

  • Trafalgar Square's Newest Artwork

    Eine nackte, schwangere Frau ohne Arme, die die Kunstkritiker dieser Welt in Aufruhe versetzt hat ...

  • The British, Responsibility, Organisation And Freedom

    Eine Sache die mich (neben dem Verkehr und dem Parkplatzmangel hier) immer wieder zur Weissglut bringen koennte ist die Ineffektivitaet mit der die Englaender Dinge angehen und die gleichzeitige Unorganisiertheit von Ablaeufen, die Konsequenz, Ordnung und striktes Vorgehen (im Hinblick auf Aufwand + Produktivitaet = Erfolg) benoetigen.

    Das Einschreiben am oertlichen "Community College" in Richmond war ein reines Disaster und ich habe mitunter wirklich an meinem Verstand gezweifelt, als ich mit ansehen musste, wie Zustaendigkeiten dort ihre Arbeit in Zeitlupe ableisten ohne Hinblick auf irgend eine Art von Effektivitaet und/oder organisatorische Genauigkeit.
    Da laesst man Studenten Stundenlang warten, schickt andere Prueflinge nach Wartezeiten wieder nach Hause, da "keine Kapazitaet" von Seiten der Lehrerschaft und zum korigieren der Tests vorhanden waere und Scherze dieser Art, die einen leicht an die Decke gehen lassen, ich musste mich wirklich ueber eine lange Zeit extrem zusammen reissen.

    Nach vielem Hin und Her und einigen Beschwerdegaengen bin ich nun letztlich in einem der EFL Kurse gelandet, wenn auch nur Grade 4, und die Studenten in meinem Kurs sind mitunter etwas gewoehnungsbeduerftig (um es mal nett auszudruecken). Unser "Tutor", Rosy, ist ein kleines Trampeltier und zusaetzlich (weil schon nicht mehr die Juengste) etwas schwerhoerig (was die Kommunikation mit meinen netten Mitstudenten aus der Slowakei, Polen, Russland und Co. nicht gerade vereinfacht). In den zwei Unterrichtsstunden hatte ich zeitweise immer wieder das Beduerfnis aus dem Klassenzimmer zu stuermen, was ich anfangs auch getan habe .. Allerdings nur um meine (entsetzlich teure) Parkdauer vor dem College zu verlaengern, wobei ich mir bei meiner (dank des Rush Hour Verkehrs) verspaeteten Ankunft 20 p vom Brieftraeger, der gerade vorbei fuhr, leihen musste *g*;)

    Bei dem Aufnahmetest bestand eine unserer Aufgaben darin, zu beschreiben was Freiheit bedeutet. Fuer den "Advanced Level" waren 200 Woerter noetig und ich war mir beim Lesen der Fragestellung sofort sicher, dass ich, waere dieser Test in Deutsch gewesen, locker 2000 Woerter haette schreiben koennen. Was genau ich in Englisch von mir gegeben habe brauche ich hier glaube ich nicht noch mal wieder zu geben. Allerdings finde ich nach wie vor, dass dies eine Fragestellung ist, die man nicht in 200 Woertern beantworten kann. Nicht in Englisch, nicht in Deutsch und in keiner Sprache dieser Welt.
    Trotzdem habe ich versucht in ein paar Saetzen zu analysieren was mir spontan bei dem Gedanken an Freiheit einfiel.

    Freedom is not the license to do whatever you desire. It is the opportunity to become who you are. And existentially speaking, we are "condemned to freedom," as Sartre put it.

    "Freiheit" (Freedom) hat viele Bedeutungen und es waere unmoeglich eine einheitliche Definition fuer diesen Begriff zu finden. Freiheit kann vieles bedeuten und nichts, sie kann einem schaden wie erloesen, vorwaerts bringen oder blockieren. Freiheit ist nicht gleich Freiheit, fuer jedem bedeutet sie etwas anderes und sie hat so viele Gesichter wie es Menschen gibt.

    Freiheit fuer mich bedeutet ganz einfach das Gegenteil von "eingeschraenkt", "gefangen" sein. Ich fuehle mich frei, wenn ich das tun kann was ich moechte, wann ich moechte und wo ich moechte. Wenn ich entscheiden kann, was ich denke, fuehle, wann ich traurig bin oder feiere, wann ich esse oder schlafe.
    Vollkommene Freiheit gibt es in meinen Augen nicht, denn jeder Mensch, egal wo und wie er lebt, ist irgendwo auf irgend eine Art und Weise in irgendetwas eingeschraenkt.
    Freiheit ist ein Preis den man zahlt. Zahlt fuer Religion, Staat, Gesellschaft, Freunde und jedes einzelne Privileg was man geniesst.
    Niemand ist zu 100% frei.

    (Anmerkung: Dies war nicht die Ausfuehrung aus meinem Test sondern lediglich ein Standpunkt von mir)

  • Protests, Quotes And Accidents

    Verschiedene Aktionsgruppen und Spediteure meinen zur Zeit Proteste veranstalten zu muessen, um die Regierung/ den Staat zu Zugestaendnissen bei den Benzinpreisen zu zwingen und die Steuern zu senken. Im Moment liegt der Steuersatz (ungelogen) bei 80% und England hat die hoechsten Benzinpreise in ganz Europa, also beklagt euch in Deutschland nicht, sondern kommt hier her und schaut euch das Spektakel an. Sechs Oelraffinerien und Depots wurden z.B. durch LKWs, Bauern, Bussen und Taxis blockiert und in diesem Teil Londons sind 3 von 4 Tankstellen entweder geschlossen oder aber es ist an der Zapfsaeule zu lesen "Kein Benzin mehr".
    Diesel ist Gott sei Dank etwas einfacher zu bekommen und unser zweites Auto faehrt sogar mit Erdgas, trotzdem habe ich so etwas noch nicht erlebt...

    Gestern habe ich Rich (einen Freund von J.) vormittags zum Heathrow Flughafen gefahren, bevor ich mit Nina zusammen nach Twickenham zur Police Station gegangen bin, wo ich meine Versicherungsunterlagen vorzuzeigen hatte...

    Ich: (nachdem wir anschliessend bei "Subway" unser Sandwich geniessend drei Polizeiwagen an uns vorbei rauschen sehen) "Meinst du, die wechseln sich ab wer Streife faehrt und wer auf dem Revier sitzt und den Papierkram fuer uns erledigt?"

    Nina: Also bei "Grossstadtrevier" waren das immer die Selben.
    :crazy:

    Eine zweite Rubrik, die ich euch hiermit vorstelle, werden somit "NINA QUOTES" ...

    Location: "Mc Donald's" (WATERLOO Station SE1)

    (Zwei etwas verwahrloste Herren geniessen einen Hamburger ein paar Tische weiter)

    Ich: "Schau mal, der Typ da hat ja eklig fettige Haare, schon bloed wenn man nicht mal Shampoo hat"

    Nina: "Soll er sich doch raus stellen wenn's regnet.
    88|

    Location: "Pizza Hut" LAKESIDE (East London)

    (Ein ziemlich knuffig aussehender Kellner scheint nichts anderes zu tun als Tische abzuraeumen und zu putzen waehrend er immer wieder von einem anderen angewiesen wird)

    Nina: "Der macht bestimmt n Praktikum. Oder ne Ausbildung. Als "Pizzafachverkaeufer"

    Location: "Accesoires" (LAKESIDE)

    Nina: "Nee also ich bin da eher der Holz- und Ledertyp" :p

    Ich habe es mal wieder geschafft und meinem Ruf als "Troublemaker" alle Ehre gemacht ...
    Nachdem ich bereits einen Strafzettel fuers "Falschparken" (40 GBP) kassiert hatte, um 1 Uhr nachts mit dem Auto "in the middle of nowhere" gestrandet und eine kleine Kolision mit einem Lastwagen hatte, bin ich vor zwei Tagen aus unserer Einfahrt (ich hatte es sehr eilig) gefahren, ohne zu merken, dass die Hintertuer, durch die Anna eingestiegen war, noch offen stand.
    Gemerkt habe ich es dann, als Anna zu schreien anfing und ich ein haessliches Gerausch hoerte, das klang als wuerde ein grosser Haufen Metall unter einem 3-Tonner zerquetscht.
    Die gesamte Hintertuere wurde fast 180Grad nach vorne und in die Vordertuere gedrueckt, alles andere erspare ich euch ... :no:

  • Love-Hate

    "What does it profit a man to gain the whole world, if he suffers the loss of his own soul"

    And then I hate everything. I hate the brown London night and the yellow street light and the glowing faces of the pale girls with dark lips and the bristly chin and toothless sneer of the man slumped in the glass door of a closed shop shouting swear words to nobody. I hate the hurrying people and the smell of oil and smoke and the dirty buildings and the cans and packets and see-through plastic paper and empty cigarette packets that are blown into the corners of the street by the dust-filled wind. And I hate the shouting people and the sad faces and the tramps sitting in rows in the station with plastic bags and nowhere else to go. I hate the tall ceiling and the flicking names that tell the destination of the trains, and I have to keep my mouth shut in case I open it and all the hate comes out and I start shouting or screaming (...)

    London kann alles sein. Aufregend, spannend und langweilig. Interessant, bildend und betaeubend. Immer wieder anders, neu und doch jeden Tag das Selbe.

    Was ich an dieser Stadt hasse ist und bleibt der Verkehr, die Menschenmassen, die einfach nicht zu passen scheinen und die Anonymitaet der Masse. Wenn man sich durch die Reihen an den Schaufenstern oder den Menschenauflaeufen an den Bushaltestellen quetscht ist jeder jedem so nah und doch voellig fremd...
    Man kann jeden Tag um die selbe Zeit an den selben Ort gehen ohne jemals die selben Menschen zu treffen und wenn man genau hinsieht hat niemand fuer niemanden Zeit. Alles ist normal und es gibt nichts mehr was einen schockt oder ueberraschen koennte. Hoechstens vielleicht eine Bombe. Selbst das bringt viele hier nicht aus der Fassung. Nicht nach 30 Jahren IRA Terror.

  • Back To Life

    Am Wochenende war ich nach ueber einer Woche Abstinenz mal wieder in Central London, wo ich merkte wie sehr das Leben dort pulsiert im Gegensatz zu Twickenham, auch wenn ich merke, dass mich Touristenziele wie Piccadilly Circus, Oxford Street, Big Ben, London Eye und Co. immer mehr nervoes machen. Es beschleicht einen das Gefuehl, nicht mehr wirklich in England zu sein. Mitunter ist das ganz schoen, angenehm und sogar aufregend, aber je nach Situation und Stimmung machen mich die Chinesen, Japaner, Spanier, Italiener, Franzosen und Deutschen aggressiv. Hinzu kommt, dass sie an jenen Orten geballt auftreten und ich hab mir schon oefter Gedanken darueber gemacht, woran es liegt dass wirklich lediglich die Zone 1 so interessant fuer Touristen ist. London ist so viel groesser und hat so viel mehr zu bieten. Vielleicht sollte man versuchen, die Ballungszentren dahin gehend zu entlasten, dass man andere Ausflugsziele in und um London herum attraktiver gestaltet und vermarktet.
    Beispielsweise die Oxford Street. Jetzt da ich seit ueber zwei Jahren regelmaessig in London bin und auch hier gewohnt habe und dies immernoch tue, sehe ich einiges aus anderer Perspektive. Einkaufen laesst es sich auf der Kings Street z.B. viel besser und mitunter sogar guenstiger. Wenige Touristen kennen sich dort aus, da auch keine U-Bahn Haltestelle direkt an die Strasse angeschlossen ist. Sloane Square waere die Naechste, ansonsten ist der 211er Bus eine gute Alternative. Ein Stueck aus London raus und man findet ein schoenes "Oertchen" namens Kingston. Hier ist die beste Einkaufsstrasse und ein geniales Shopping Center direkt an den Bahnhof (Haltestelle) angeschlossen.

    Wie dem auch sei, nach einem Samstag in C.L. und einem Babysitterabend bei Schwarzbrot (Gott wie habe ich das vermisst) und Bruce Willis (The Sixth Sense ist und bleibt einer meiner Lieblingsfilme) haben Nina und ich am Sonntag das Unmoegliche gewagt und sind mit dem Auto von Richmond nach Lakeside (East London) gefahren.

    Bewaffnet mit einer "A - Z" Map und den "Directions" eines Route Planers haben wir uns um 11 Uhr mit unserem VW Polo auf den Weg gemacht und uns hindurch durchs Zentrum Londons (Knightsbridge, Piccadilly Circus, Trafalger Sq., Victoria Embankment, Blackfriars, City Of London, Newham (Barking etc.) bis Dagenham und schliesslich Lakeside (Shopping Center) gekaempft und uns dabei kein einziges Mal verfahren.

    In Lakeside haben wir gelitten. Es ist schrecklich in einem dermassen grossen Shopping Center zu sein und nur 10 Pfund dabei zu haben.
    Nach einem Abstecher zu Pizza Hut haben wir Adrienn und Greg getroffen und ich war selig, die beiden nach gut zwei Monaten endlich wieder zu sehen.
    Bei STARBUCKS sind wir fast eingeschlossen worden und auf dem Weg zu unseren Autos haben wir uns beinah verlaufen - ansonsten ein wirklich schoener Nachmittag.

    Der Rueckweg sollte sich als etwas laenger heraus stellen als der Hinweg, da wir bei den East India Dock Rd Tunnel links statt rechts abgebogen sind und daraufhin zwar den Schildern "A 13 Central London" gefolgt, aber letztendlich bei Whitechapel, Shoreditch und spaeter bei Kings Cross gelandet sind, anstatt direkt von der Lower/Upper Thames Street zum Embankment und von dort aus zum Trafalger Square zu fahren.
    Wir standen vor Whitechapel laenger im Stau und dank des Umwegs waren wir erst spaeter am Piccadilly Circus. Trotzdem war es ein wahnsinniges Gefuehl die Shaftesbury Avenue hinunter zu fahren und von dort aus ueber die Oxford Street nach Marble Arch/ Hyde Park/ Park Lane und wieder am Harrods vorbei Richtung Hammersmith/Knightsbridge/South Kensington, das alles mit dem eigenen Auto (wo ich so viele Monate nur die "Fussgaenger" und "Bus"-Perspektive gewohnt war).

    Abends waren wir in Richmond in zwei Pubs und haben bis Mitternacht im O'Neills einer Live Band zugehoert die dort gespielt hat. Die Stimmung war genial, die Leute genau unser Alter und die Typen wirklich gut aussehend. Am meisten angetan hatte es mir der Gittarist der zudem noch unverschaemt gut singen konnte, so wie einige Pubbesucher. Richmond ist eine wohlhabende Gegend und die Leute sind zum groessten Teil wirklich anstaendig und normal, was man von vielen Vierteln Londons nicht behaupten kann.

    A great trip, a perfect day and a cool night out:D

  • Richmond, die Englaender und ihr liebster Freund

    Richmond Upon Thames (Borough of London) in welchem Twickenham liegt, beherbergt ebenfalls eine gleichnamige Stadt namens Richmond. Diese ist sogar an das Londoner U-Bahnnetz angeschlossen und Zuege fahren von dort direkt nach Waterloo. Es gibt eine Menge schoener Pubs und allgemein ist die Gegend eine der "Besseren" Londons was vieles ganz einfach ertraeglicher macht, so z.B. auch Ausgehen spaeter am Abend.

    Gerade komme ich von einem Trip nach Richmond (mit Nina) zurueck, bei dem wir mal wieder feststellen mussten, dass die Englaender im Prinzip nicht mit Alkohol umgehen koennen und eine ihrer Lieblingsbeschaeftigungen "Trinken bis zum Umfallen" lautet.
    Zu beurteilen woran das genau liegt steht nicht in meinem Ermessen. Vielleicht am schlechten Bier, schlechten Wetter oder den Oeffnungszeiten der Pubs (23 Uhr) oder allem zusammen?

    Nina: (nachdem eine Gruppe Englaender an uns vorbei gezogen ist) "Ihh die hatten ja auch n tolles Alkoholparfuem. Ob wir die mal fragen wo se das her haben?"

    Heute Abend war das Polizeiangebot relativ gross. Fuer Central London waere es gerade im Durchschnitt gewesen, fuer Richmond/ Twickenham allerdings eher ungewoehnlich und ich habe einige Herzattacken erlitten, nachdem direkt neben uns ploetzlich Sirene ertoente.

    Scene1: TESCO Supermarkt Richmond
    Location: Kasse
    Ich: (Waehrend ich bezahle zu Nina): "Guck mal, hat die n fetten A***"
    Nina: "Wer?"
    Ich: "Die Polizistin da" (welche gerade einen Meter von uns entfernt vorbei rauschte)
    Nina: "Oh"
    Kassierer: *grinst*
    Ich: *ups* Verstehen sie deutsch?
    Kassierer: *lacht* Yep

    Nach einigen Bekanntschaften mit alkoholisierten Englaendern ("Hey chicken, gimme a look" or "You're sexy lady"), tuerkischen Frisoeren aus London, die deutsch sprechen, grantigen Tuerstehern und halbnackten Teenagern, haben wir uns letztendlich auf den Heimweg gemacht:

    Ich: (im Auto) "Mmhh. Ist irgendwie nebelig draussen, oder?"
    Nina: "Nee das ist meine Scheibe"

  • Shock

    Shock: In medicine, shock is a critical condition brought on by a sudden drop in blood flow through the body. There is failure of the circulatory system to maintain adequate blood flow. This sharply curtails the delivery of oxygen and nutrients to vital organs. It also compromises the kidney and so curtails the removal of wastes from the body. Shock can be due to a number of different mechanisms including not enough blood volume (hypovolemic shock) and not enough output of blood by the heart (cardiogenic shock). The signs and symptoms of shock include low blood pressure (hypotension), overbreathing (hyperventilation), a weak rapid pulse, cold clammy grayish-bluish (cyanotic) skin, decreased urine flow (oliguria), and mental changes (a sense of great anxiety and foreboding, confusion and, sometimes, combativeness).

    1.
    a. A violent collision or impact; a heavy blow. See Synonyms at collision.
    b. The effect of such a collision or blow.
    2.
    a. Something that jars the mind or emotions as if with a violent unexpected blow.
    b. The disturbance of function, equilibrium, or mental faculties caused by such a blow; violent agitation.

    Der Weg zu Annas Schule in Cobham (Surrey) fuehrt zum Ende hin ueber eine breite Landstrasse, bevor man sich auf der Rechtsabbiegerspur einordnet und in einen schmaleren Weg ueber eine Autobahnbruecke hinweg einbiegt.
    Vor dieser Abbiegespur ist eine etwa 20 Meter lange Sperrflaeche markiert, die langsam jene Spur von der Landstrassenfuehrung trennt.
    In etwa so:

    null

    Der Geradeausverkehr hatte sich (wie so oft) mal wieder etwas gestaut und so zog ich bereits gut 15 Meter zu frueh ueber die Sperrflaeche hinweg auf die rechte "lane".
    An dem Punkt an dem die eigentliche Rechtsabbiegerspur allerdings begann hatte ich einen Polizeiwagen uebersehen, der ordnungsgemaess blinkend nach rechts rueberziehen wollte. Haette er dies getan (in der Gewissheit dass niemand hinter ihm sein kann, da es erst der Beginn der eigentlichen Spur ist) waere er wohl oder uebel in mich hinein gefahren.
    Stattdessen habe ich nochmal Gas gegeben und bin an Selbigem vorbei gezogen, um mich anschliessend rechts blinkend einzuordnen und abzubiegen.

    Nach einigen Metern sehe ich Blaulicht hinter mir und noch einige Sekunden spaeter Sirene *ANGST*

    Ich muss dazu sagen, dass meine groessten Feinde auf Londons Strassen nicht etwa die roten Routmaster (und deren Nachfolger) sind (diese sind naemlich recht behaebig und berechenbar in ihren Manoevern), sondern Londons Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit ihren furchtbaren Sirenen, die ploetzlich aus dem Nichts auftauchen und einen fast zu Tode erschrecken bevor sie einen in den naechsten Strassengraben draengen.

    "Bin wirklich ich gemeint?"
    "Vielleicht haben sie grad einen Einsatz bekommen"
    "Warum ueberholen sie dann nicht"
    ..
    "Was wollen die?"
    All das ging in meinem Kopf vor, bevor ich im Rueckspiegel den rechten Polizeibeamten wild mit den Haenden fuchtelnd eine Bewegung nach links machen sah. Also blinkte und hielt ich links an.

    P1: "Steigen sie bitte aus und folgen sie uns zu unserem Fahrzeug"
    P2: "Warum halten sie nicht an, wenn sie Blaulicht und Sirene hinter sich sehen"
    Ich: "Sollte ich?" (Ich bin in Deutschland schon oefters von der Polizei angehalten worden, aber nie indem sie hinter mir her fahrend auf einmal einfach Sirene und Blaulicht aktiviert haben)
    P1: "Das sind die Regeln"
    Ich: "Nicht meine, ich bin nicht von hier, tut mir leid"
    P2: "Woher kommen Sie?"
    Ich: "Deutschland"
    P2: "So so. Sie wissen, was sie falsch gemacht haben?"
    Ich: *guckganzunschuldigundveraengstigt*
    P2: "Was war denn das vorhin beim Abbiegen, als sie an uns vorbei gezogen sind"
    ..
    Ich: "Ja, aehm, ich weiss, tut mir so leid, ich hatte es so eilig, ich bin hier um n Kind abzuholen und.."
    P2: (mit strengem Blick) "Dafuer gibt es Punkte auf ihrem Fuehrerschein. Darf ich den mal sehen?"
    Ich: "Natuerlich" .. "Bittesehr"
    P2: "Danke" *guck*
    ...

    Es ist erstaunlich, dass englische Polizisten nicht einmal in der Lage sind deutsche Fuehrerscheine zu entziffern. Daher durfte ich ihnen alles (was eigentlich auf Selbigem zu lesen war) noch einmal erzaehlen.

    P2: "Ist das ihr Wagen?"
    Ich: "Nein, der meiner Gastfamilie"
    P2: "Haben die sie versichert?"
    Ich: "Selbstverstaendlich"

    Langsam wurde ich etwas ruhiger, nicht zuletzt aus dem Grund dass meine eigentliche "Straftat" nicht mehr wirklich Thema der Konversation war und die beiden Herren in Schwarz-Weiss mit jedem Laecheln und "Unschuldslammblick" von mir "weicher" und netter wurden.

    P2: (nachdem er sich saemtliche Merkmale unseres Autos notiert hatte) "Wissen sie, um was fuer eine Art Motor es sich bei dem Fahrzeug handelt?"
    Ich: *guckselbstwieeinAuto"
    P1: GRINST
    Ich: GRINS "Nicht wirklich"

    P2: "In Ordnung, sie haben 7 Tage Zeit bei einer Polizeistation die Versicherungspapiere nach zu reichen, danach werden sie nie wieder was von uns hoeren, die Sache mit der Sperrflaeche vergessen wir" *laechelt"
    Ich "Oh vielen Dank, da bin ich wirklich, wirklich erleichtert" *laechel*
    P1: "Und nicht mehr ueber weisse Linien fahren" *grins* Schoenen Tag und gute Fahrt noch"
    :DD

    Ich muss dazu sagen, ich bin beim ersten Mal durch meine praktische (Fahr)pruefung gefallen .. Aufgrund einer Sperrflaeche, die ich ueberfahren hatte:p

  • (Still) LOST

    Gestern habe ich LOST auf Channel 4 verpasst. Allerdings meinte C. E4 wuerde das alle Nase lang wiederholen und ich hoffe dass sie Recht behaelt.

    Aus aktuellem Anlass bekommt ihr dafuer eine exklusive neue Folge von "LOST In The Streets Of Richmond" zweiter Teil;)

    Episode II
    Location No1: "O'Neill (Pub) Richmond"
    Music: bellowing and bawling from inside the pub

    N: Guck mal, heute laeuft Fussball (waehrend wir durch die Fenster des Pubs einen Haufen angetrunkener Englaender vor zwei Bildschirmen erspaehen koennen)
    GD: Oh ja, wer spielt denn?
    N: France - Ireland
    GD: Echt, ich kann's garnicht erkennen *reckstreck*
    ..
    GD: Yep France stimmt, ja.. *guck* .. das Andere ist irgendwas mit H?
    N: Ireland
    GD: Wie siehst'n das? Ich mein es ist H .. O.. D? Oder so?
    N: Es ist Ireland
    GD: Ganz sicher? Neee..
    (Stille)
    N: Steht doch hier (zeigt auf die grosse Tafel vor der Eingangstuer:)

    TONIGHT
    FOOTBALL
    FRANCE - IRELAND

    :p

    Location No2: Mc Donald's (Richmond)

    N: Bringste mir ne Cola mit?
    GD: Klar
    ...
    N: (nimmt n Schluck) Die schmeckt ja irgendwie anders
    (Stille)
    N: (nimmt n zweiten Schluck) Irgendwie schmeckt die Komisch
    GD (denkt): Was hat n die?
    N: (nachm dritten Schluck) Also die gerade hat anders geschmeckt
    GD: Brrrrrr
    Stille
    GD (ueberlegt): Wolltest du keine Cola light?
    :D

    (10 Minuten spaeter)
    Set 2 (Scene II)
    GD: Guck mal hier (haelt N. den Colabecher unter die Nase um ihr das "Ich liebe es" auf deutsch zu praesentieren)
    N: Aehm, ja, was? (denkt): Was soll ich denn damit?
    GD: Hier: "Ich liebe es"
    N: Achso .. (stutzt) Ich dachte du meinst das Weib da drauf (zeigt auf die Werbe-Japanerin)..
    (Musik erhebt sich ..)
    N: Die schaut aus wie die, die uns grad bedient hat
    ;D

  • In The Streets Of London

    N. und ich haben beschlossen BBC ein neues Konzept fuer eine Docu Soap vorzuschlagen und dabei Praemie zu kassieren:
    LOST In The Streets Of Richmond
    Starring: Gina Dina und Nina
    Location (Set): Richmond (Richmond Upon Thames, Greater London)

    Episode 1
    Time: 10PM
    Location: Somewhere near Church Road
    Guest Starring: passers-by (now and then)
    surroundings: dark
    illumination: even darker
    music: sirens in the distant

    GD: Glaubst du das wir hier richtig sind?
    N: Ja ich denke wir muessen vorne rechts.
    Stille
    GD: Ich denke wir haetten vorhin links abbiegen sollen
    N: Meinst du:
    GD: Ich glaube. Bin mir aber nicht sicher.
    Minuten spaeter
    N: Waren wir hier nicht schonmal?
    Einige Zeit spaeter
    GD: Es ist so still hier.
    Music faints ..
    THE END

    Dieser Post koennte gut und gerne eine weitere Reklamation ueber den Londoner Verkehr werden aber ich werde mir jeglichen Kommentar verkneifen. Ich werde euch nicht erzaehlen, wie J. und ich heute morgen fast 2 Stunden gebraucht haben um von Hampton Hill nach Staines zu kommen. Ihr werdet von mir nicht erfahren, wie ich nach einer Stunde Stop And Go fast reif fuer die Geschlossene war oder wie ich nach 90 Minuten angefangen habe mich am Lenkrad unseres Renaults zu vergreifen.
    Ich koennte euch berichten, wie ein vierspuriger Kreisverkehr zur Staufalle wird, allein aus dem Grund heraus, dass ein kleiner Lieferwagen liegen geblieben ist, aber ich wuerde euch womoeglich damit auf die Nerven gehen.
    Es gaebe einiges ueber die Verhaltensweisen gewisser Englaender zu berichten, wenn es darum geht Spuren zu wechseln oder gar Abbiegespuren rechtzeitig zu erkennen.
    Ich koennte euch die Geschichte des unfreundlichen Parkistani an der Shell Tankstelle in Staines vortragen oder von der Frau erzaehlen, die anstatt auf den Verkehr zu achten lieber die Flugzeuge am Heathrow Airport beobachtet.
    Aber ich werde all dies nicht tun:DD

    Wenigstens gibt das Londoner Wetter im Moment keinen Grund zur Beschwerde und wir geniessen alle die letzten schoenen, sonnigen Tage, bevor wohl oder uebel der Herbst Einzug erhalten wird.
    Am 28. September habe ich Geburtstag.
    Wenn ihr wissen moechtet an welche Adresse ich meine Geschenke geliefert bekommen moechte schreibt mir doch bitte eine Email.
    Spenden sind erwuenscht;D

  • CRASH - oder ein ganz "normales" Wochenende

    Nach meinem Pannendisaster am Freitag abend hatte ich nicht wirklich "a good night sleep" und war dementsprechend gelaunt. Meine kontinuierlich wiederkehrenden Kopfschmerzen haben zusaetzlich nicht gerade zu meiner Stimmung beigetragen, genauso wenig wie der Fakt, dass meine lieben Gasteltern in einem in meinen Augen "heiratsfreundlichen" Alter sind (um die Dreizig) in denen all ihre Bekannten nach und nach zum Traualtar gefuehrt werden. Ich bin gut einen Monat hier und dies ist die zweite Hochzeit zu der sie gefahren sind. Diesmal bedeutete dies allerdings babysitten und selbiges das ganze Wochenende (d.h. von Samstag 12 bis Sonntag 12 Uhr).
    Ich liebe meine Kinder und selbst T. hat mittlerweile so viel Vertrauen gefasst dass es einfach eine Freude ist mit ihm die Zeit zu verbringen (Dreijaehrige koennen ja so suess sein wenn sie nicht schreien) aber 24 h und das an meinem heiligen Wochenende - rosige Aussichten.

    Allerdings hat N. mir Gesellschaft geleistet und letztenendes hatten wir mehr als nur Spass.

    A. und ich haben N. in die unendlichen Weiten unserer "Prinzen-Maerchenwelt" und in die verstrickten Geschichten "Rufus' und Annabelle's" eingefuehrt, um anschliessend in den Genuss zu kommen, Publikum fuer diverse Tanzeinlagen in Prinzessinen Kostuemen (von beiden wohlgemerkt) zu spielen.
    Anschliessend sind wir mit den beiden im selbigen Outfit den oertlichen Mc Donald's und anschliessend Sainsburys stuermen gegangen, natuerlich nicht ohne die Aufmerksamkeit vom Kassierer bis zur Oma an der Wursttheke auf uns zu ziehen.

    Am Sonntag nachmittag waren N. und ich nach einem Fussmarsch durch Richmond im Kino (Odeon) und haben uns CRASH angesehen.
    Wenn ich nicht dank der mangelhaften Klimaanlage und dem nicht vorhandenen Sauerstoff fast umgekippt waere haette ich den (wohl gemerkt wirklich guten) Film wahrscheinlich noch viel mehr geniessen koennen...

    It's the sense of touch. In any real city, you walk, you know? You brush past people, people bump into you. In LA, nobody touches you. We're always behind this metal and glass. I think we miss that touch so much, that we crash into each other, just so we can feel something.

    Angst, Hass, Rassismus, Verzweiflung, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Abhängigkeit, Überleben, Liebe... das sind nur einige Gefühle, die in diesem Film so realistisch dargestellt werden und den Zuschauer komplett einvernehmen, so dass er glaubt, dass es sich um Situationen aus dem realen Leben handelt.

    Crash ist nicht nur ein Film über verschiedene Schicksale von Menschen in Los Angeles, nein er ist viel mehr, er zeigt die Problematik der ständigen Rassendiskriminierung auf, die Ängste, die Wahrheiten hinter so mancher Fassade und die pure Realität. Es geht um Freundschaft und das nackte Überleben. Die simplesten Missverständnisse, die zu verherrenden Taten führen oder einfach die Verzweiflung der Menschen, die hilflos dastehen, weil ihnen alles genommen wird.

    Die Reise auf die man bei diesem Film geht ist beruehrend, nahegehend und entbloessend, waehrend man mit Emotionen und tragischen Situationen geradezu überflutet wird. Fuer Hollywood wie ich finde ueberdurchschnittlich "intelligent":p

  • Autogeschichten

    Wer das Autofahren liebt (so wie ich) und es sich abgewoehnen will, sollte hier nach London kommen.
    Ein, zwei Tage nur ein paar Stadtteile durchfahren muessen (und das noch nicht mal unbedingt zur Rush Hour Zeit) und man verliert jegliche Lust am selbigen Gefaehrt. Es ist einfach nur nervenaufreibend und in meinen Augen etwas unverstaendlich, dass man egal wann man hier wo hin moechte frueher oder spaeter irgendwo in der Schlange steht.
    Ob die Englaender das provozieren, weil sie es so lieben sich anzustellen, oder ob es ganz einfach an ihrer Unfaehigkeit liegt, irgend etwas effektiv zu gestalten (so z.B. auch diverse Zufahrtsstrassen und Parkplaetze, so dass nicht jegliche Wege zugeparkt werden), ich weiss es nicht.

    Der "Autogeschichten" noch nicht genug, nachdem ich gestern Abend zum ersten Mal "mein" Auto hier, welches relativ alt ist und Montag in die Werkstatt soll, gefahren bin, ist es passiert ...

    Ohne Navigationssystem falsche Ausfahrt am Kreisverkehr (ich hasse die Kreisverkehre hier) erwischt, ruck zuck verfahren und ploetzlich um Mitternacht irgendwo in der Praerie gelandet, ohne Zeichen von Zivilisation auf der Strasse.. und der Motor streikt.. Mein Handy hatte ich zudem bei N. vergessen (konnte so also niemanden anrufen) und ich bekam noch nicht mal den Schluessel aus dem Wagen, da mir niemand gesagt hat, dass dazu der Rueckwaertsgang eingestellt sein muss *grrrrrrr*
    Ein Alptraum.
    Nur dank der Hilfe eines netten Englaenders bin ich irgendwann wieder auf die Strasse und mit gut zwei Stunden Verspaetung um 2 Uhr nachts zu Hause in Twickenham gewesen:`(

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