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Posts archive for: August, 2005
  • Don't panic

    Gestern habe ich mir 6 Folgen THE HITCH HIKER'S GUIDE TO THE GALAXY angesehen (BBC DVD) und muss sagen: habe ich da die letzten 23 Jahre etwas verpasst?
    Ich denke nicht, aber es war trotzdem ganz amuesant ...

    Arthur Dent, englischer Durchschnittsbürger, hat keinen guten Tag... zunächst wird sein Haus abgerissen und dann auch noch sein Heimatplanet... Ford Prefect, Reporter des allseits beliebten Reiseführers "Per Anhalter durch die Galaxis", rettet ihn ohne nachzudenken... und von nun an düsen die beiden durch das Weltall und erleben eine Menge zwerchfellzerberstende Abenteuer, in denen sich alles um die beunruhigende Frage dreht: "Was ist der Sinn des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest?"

    Mein Tag begann heute uebrigens recht nett, denn ich liebe es von unserem Postboten mit "Hi my love" oder "Hi darling" begruesst zu werden *breitgrins* und dann auch noch das Paket reingetragen zu bekommen "cos it's bloody heavy" *lach*:DD

    Nun werde ich mich mit meinem CD Player in den Garten in die Sonne knallen, bis ich mich gleich in den Londoner Verkehr (und mit Sicherheit wieder in den naechst besten Stau) stuerzen darf .. Have a nice day ..

  • Indian Summer

    Heute redeten die Damen und Herren bei GMTV (ITV London) davon, es wuerde sich dieses Jahr um einen "Indian Summer" handeln, was glaub ich so viel bedeutet wie "Falscher Sommer" und kuendigten gleichzeitig den heissesten Tag des Jahres an (mit Rund 34 Grad).
    Wenn es nach mir geht kann der Sommer langsam aber sicher verschwinden, ich persoenlich habe genug und der Herbst kann kommen.

    Die Stadt New Orleans soll nach zwei Dammbrüchen vollständig geräumt werden. Die Rettung der Überlebenden des Hurrikans "Katrina" sei nun wichtig, sagte der Bürgermeister. "Wir kümmern uns jetzt nicht um die Toten."
    In der Stadt brach ein Hauptwasserrohr, woraufhin die Einwohner ihr Trinkwasser abkochen mussten. Nach zwei Dammbrüchen ergossen sich neue Fluten in die Straßen. Rettungskräfte holten mit Hubschraubern ganze Familien aus umfluteten Häusern, viele Menschen wurden in letzter Minute mit Booten in Sicherheit gebracht. Umgestürzte Bäume und herabhängende Stromkabel behinderten die Rettungsarbeiten.

    Gerade gestern morgen ueberlegte ich mir, dass ich meine beiden Kinder hier richtig gerne mag. Dass ich sie gerne um mich habe, dass sie suess und zum groessten Teil brav sind. Dass all dies auf eine harte Probe gestellt wurde, als sie sich nacheinander gestern ein Ausbruch nach dem anderen lieferten, konnte ich da noch nicht ahnen *brrrr*
    Allerdings muss ich zugeben, war es fuer A. auch hart zwei Stunden im Auto zu sitzen, waehrend wir im Stau fest steckten und es keinen anderen Weg zu Toms Kindergarten gab als mitten durch Hampton Court hindurch. Bereits zur A.'s Schule hatte ich doppelt so lange gebracht wie normal. Dass der Rueckweg noch schlimmer werden wuerde haette ich nicht gedacht.

    Wie angekuendigt hier noch mal etwas (wie ich finde typisch Englisches):
    Sich immer ueber's Wetter beschweren oder zumindest so lang es geht darueber reden. Selbiges gilt allerdings nicht fuers im Stau stehen. Hier zaehlt Geduld + Disziplin = Heldentum *g*:D

  • Eine Neue Erfahrung

    Es ist seltsam. Gerade vor ein paar Tagen erwaehnte ich hier stolz wie sehr ich mich in dieser Stadt inzwischen auskenne, da muss ich gestern erfahren, dass ich mich in Richmond in den Zug setzen, eine Stunde bis Stratford fahren und dabei an gut 10 Stationen halten kann, ohne auch nur eine davon (zumindest vom Hoeren-Sagen) zu kennen.

    Der Notting Hill Carnival hatte in ganz London seine Spuren hinterlassen, welche sich hauptsaechlich aus Betrunkenen und verrueckten jungen Partygaengern zusammen setzten. Zudem war es warm, sehr warm, besonders in der Sonne. 30 Grad und das soll noch bis Ende der Woche so weiter gehen. Ich habe nichts gegen Waerme und ich mag die Sonne. Mich stoert nur, dass es einen mitunter so muede macht und ich hasse es zu schwitzen.

    Wenn man durch "Plaistow" (E13/West Ham) laeuft hat man das Gefuehl in einer anderen Welt zu sein. Ist das alles wirklich London? Das gleiche London, das man sieht wenn man durch Kingston oder Twickenham geht? Nein. London ist denke ich zu gross, als dass es sich vereinheitlichen laesst und so hat es so viele Gesichter wie das Jahr Tage zaehlt. Das macht die Faszination dieser Stadt aus, den Reiz, die Vielfalt, den Impuls. Hier kommt die ganze Welt zusammen und das liebe ich.

    Was man hier auch jeden Tag aufs Neue miterleben kann (und das liebe ich eben so) ist ein Mix aus Ignoranz, Toleranz und Aufmerksamkeit. Man kann rum laufen wie man moechte und gleichzeitig sicher sein nicht wirklich aufzufallen. Man kann alle Blicke auf sich ziehen und gleichzeitig ungesehen an der ganzen Welt vorbei laufen. Manchmal ist man sich nicht sicher ob man unsichtbar, einfach Teil des Ganzen ist oder ueber, jenseits von Allem (Allen) steht.

    Gestern hatte ich einen meiner "Ich-fuehl-mich-ja-so-unausstehlich-Tage" und in solchen Momenten hilft es einem immens wenn man dann das ein oder andere (wenn auch zweideutige Angebot bekommt und anschliessend am Paddington Bahnhof mit "Hello Princess" angesprochen wird (egal von wem dies in diesem Augenblick auch kommen mag).:D

  • Security

    Heute ist Montag und "Bank Holiday" (Feiertag).
    Es ist ausserdem Ende August und somit Zeit fuer den "Notting Hill Carnival" welcher jedes Jahr um diese Zeit stattfindet.

    "Every spectator is a participant" - Jeder Zuschauer ist gleichzeitig auch Teilnehmer. Unter diesem Motto findet jährlich im noblen Stadtteil Londons Notting Hill, der spätestens seit dem gleichnamigen Film jedem ein Begriff ist, der größte Karneval seiner Art in Europa statt. Erstmals vor 38 Jahren als Volksfest der Einwanderer aus der Karibik zum Abbau der Rassenspannungen im Viertel gefeiert, ist der Karneval heute ein großes, multikulturelles Fest.

    Ganz Notting Hill ist in dieser Zeit eine einzige Party – es wird zu Calypso getanzt und gefeiert und zahllose Steelbands und Kostümbands ziehen in buntem, fantasievollem, karibischem Stil an den Tausenden von Schaulustigen vorbei. Anders als die Love-Parade in Berlin hat der Notting Hill Karneval kein eindeutiges Zentrum und verteilt sich auf ein gesamtes Stadtviertel, so dass auch bei zwei Millionen Besuchern das Gedränge erträglich bleibt. Damit gilt der Notting Hill Karneval als das größte Straßenfest Europas.

    Bereits am Samstag war ich in Central London unterwegs und wir haben uns u.a. eines meiner absoluten Lieblingsstuecke im Londoner West End angesehen:

    The Woman In White

    An diesem Tag ist mir einiges aufgefallen und ich muss dazu sagen, es kam mir gleichzeitig in den Sinn dass es genau zwei Tage vor den Terroranschlaegen gewesen ist, als ich das letzte Mal in diesem Theater war.
    Wir wurden kontrolliert. Wir mussten unsere Taschen oeffnen und in der Pause ebenfalls unsere Eintrittskarten vorlegen, was vorher bisher in dieser Form noch nie abgelaufen ist. Zusaetzlich kam am Ende des ersten Akts eine fast schon bedrohlich klingende Durchsage man solle doch seine Sachen bei sich und nicht unbeaufsichtigt lassen (so wie es an den Bahnhoefen immer gemacht wird).
    In solchen Situationen wird man wieder daran erinnert dass London nicht mehr das ist was es mal war, obgleich fast alle Leute mit denen ich hier gesprochen habe die Einstellung vertreten London waere nie NICHT gefaehrdet gewesen.

    Gerade an diesem Bankholiday Wochenende ist das Sicherheits- und Polizeiaufgebot noch einmal erhoeht worden und man konnte gestern keine zehn Meter weit gehen ohne nicht irgend eine Vertretung der Metropolitan Police zu Gesicht zu bekommen.

    Szenerie: Oxford Street in Hoehe John Lewis, Samstag Abend 22.30

    Zwei junge Maenner mitte 20 torkeln betrunken und randalierend (d.h. gegen Muelleimer und Schaufenster tretend) die Strasse in Richtung Tottenham Ct Rd entlang. Zwei Minuten spaeter Sirenen und Blaulicht, erst ein Polizeiwagen, dann zwei, dann drei, dann vier und das Resultat des Ganzen: Zwei lallende Halbwuechsige auf dem Hosenboden und gut 13 Polizisten mit schusssicheren Westen und Schlagstoecken um sie herum - erst der eine rein ins Auto und ab ins Gewahrsam, dann der Naechste. Einmal hastig um sich geschaut, Tuer zu und ab - wie im Film.

    Man hat dieser Tage das Gefuehl die Polizei in London moechte ihren Buergern zeigen, dass sie praesent sind, dass sie da sind wenn man sie braucht, dass sie alles unter Kontrolle und im Griff haben, egal was geschieht ...

    Wenige Minuten spaeter sieht man mitten aus dem aufgesprungenen Bordstein Ladung von Wasser spritzen und in wenigen Sekunden die angrenzende Gassen hinunter schiessen. Nun moechte man zeigen, dass man genauso aufmerksam ist wie die ausfuehrende Gewalt und ruft brav die 999. "Guten Tag" sagt eine Stimme "Notfall- und Rettungsdienst, wuenschen sie Polizei, Feuerwehr oder Rettungswagen" "Feuerwehr, bitte" "Gut, also Rettungswagen" "Nein, Feuerwehr" (ob die Stimme vom Band kommt?) "Feuerwehr gut ich verbinde" ... Die Feuerwehr braucht gut 5 bis 10 Minuten, kurz Situation geschildert (obwohl offensichtlich) und schnell ab zum Bahnhof um den letzten Zug nach Twickenham zu bekommen.

  • "The Truth About Being A Nanny"

    Eingehend auf Siennas "comment" moechte ich euch heute einmal meinen "Job" etwas genauer vorstellen *wichtigtuendraeusper"

    Ganz vorne weg muss ich sagen: Ich habe bereits im Vorfeld unendliche Geschichten gehoert, von Leuten die es als sie als Nanny ins Ausland gegangen sind, alles andere als gut hatten, ja gar gelitten haben (und nicht nur unter Heimweh).
    Es gibt in der Tat Familien, die es ausnutzen in einem Land zu leben, in das viele junge Menschen gerne gehen moechten, um die Sprache zu lernen (immerhin ist Englisch Weltsprache) und die teilweise auch um die Naivitaet und Erwartungshaltung junger Maedchen (gerade aus Osteuropa) wissen.
    Ich habe Geschichten gehoert, von Gastmuettern, die einen jeden Tag jeden Winkel des 150m2 Hauses putzen und schrubben lassen, die erwarten dass man 24h am Tag parat steht, die einem keine Freizeit goennen und/oder Dinge erledigen lassen, die von einer Nanny alles andere als erwartet werden koennen.

    Mir geht es nicht so.
    Mir geht es super (und ich muss dazu sagen, wenn ich sage es geht mir super heisst das schon was, denn alle die mich gut kennen, wissen dass ich gut, schnell und gerne mecker, bzw. Unzufrieden mit Situation pp bin).

    Mein Tag sieht so aus, dass ich gegen 7 Uhr aufstehe, fruehstuecke, dem siebenjaehrigen Maedchen helfe sich fertig zu machen (weil sie um 7.40 vom Schulbus abgeholt wird) und um kurz vor 8 T. (den 4-jaehrigen) in den Kindergarten (10 min entfernt) fahre. Dann habe ich erstmal frei (und das um 8 Uhr morgens).
    Ab und zu mache ich die Waesche, wenn sie gerade in der Kueche steht, oder ich halte das Spielzimmer und/oder die Kueche dementsprechend sauber, das war's aber schon.
    Lediglich einmal die Woche staubsauge ich im Erdgeschoss kurz durch, nicht mehr und nicht weniger.
    Um 15 Uhr geht dann das Abholen los, erst A. dann T. um 17.30 und dann kommen auch schon meine Gasteltern nach Hause und ich habe wieder frei:D

    Ich muss dazu sagen, dass meine Gasteltern erst Achtundzwanzig und Dreizig sind und super locker. Wir haben teilweise sogar die gleichen Gespraechsthemen und ich fuehle mich zu hundert Prozent in die Familie integriert, was mir einfach ein ausgesprochen gutes Gefuehl gibt und ich geniesse meine Zeit hier. Ich bin fast ununterbrochen in London (im Zentrum) unterwegs und so wird einem auch nie langweilig. I love it:p

  • Die Briten und ihr Humor

    Heute habe ich mir zum Zeitvertreib eine typisch britische Komoedie angesehen (die wohl nicht nur hier in England jeder kennt):

    Shaun Of The Dead

    Shaun of the dead ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Brüller. Zombies schlurfen auf der Suche nach Gehirn durch die Straßen von London, aber der unambitionierte Elektroartikelverkäufer Shaun (Simon Pegg) interessiert sich nur für seine Freundin Liz (Kate Ashfield), die ihm gerade den Laufpass gegeben hat. Mit Unterstützung seines faulen Mitbewohners Ed (Nick Frost) kämpft sich Shaun quer durch die Stadt, um Liz zu retten, aber die simplen Angelegenheiten des Alltags spielen ihnen immer wieder einen Streich: als sie versuchen, ein Paar Zombies mit Hilfe von Schallplatten zu enthaupten, streiten sich Shaun und Ed darum, welche Bands es verdienen, dass ihre Platten verschont bleiben: New Order behalten sie, Sade wird zum tödlichen Frisbee. Manche Zombiefilme sind ungewollt komisch, aber bei Shaun of the dead ist die Komik umwerfend und beabsichtigt, wobei auch hin und wieder ein paar Schockmomente eingebaut wurden. Zudem spielt der immer witzige Bill Nighy (Tatsächlich... Liebe) mit, ebenso wie ein paar bekannte Gesichter aus der britischen Serie The Office - Bret Fetzer

  • Little Tales

    Szenerie: Supermarktkasse bei Sainsbury's in Twickenham
    Alte Dame: "Excuse me young lady, I'm no' payin' for you. Pi'y isn' i'?" (packt das Abtrennding aufs Band)
    Ich: "Alright, cheers"
    ...
    "Well, sir, please wai' for a slow old lady, will ya? I'm no' 20 anymore"
    Kassierer: *grinst*
    "And by the way I won' need all of 'em, I don' like havin' so many bags.. how is an old lady like me supposed to carry them all, tell me.. tell me"
    *grins*
    "Whatcha say, sir? I can' find me money.. take my credit card then will ya?"
    "Of course, thanks"
    "Just put in your pin number and press the green button, please"
    "Wha'?"
    "Tha' thingy won' work"
    "The number is incorrect, you might wanna try it again"
    "Oh noo. That can' work how could it.. so I'm gonna do it like tha' .. 5 ..7.. 4.. 3.."
    "Well *grins* you don't have to tell me your pin number, ma'm"
    "Alright, alright.. 5.. 7.. 4.. 3.."
    :yes:

  • So Englisch Wie England

    Was sind die drei kuerzesten Buecher der Welt?
    Amerikanische Kulturgeschichte, Italienische Heldensagen und Englische Kochbuecher

    Ich habe beschlossen fuer die naechste Zeit bei jedem Posting etwas vorzustellen, was meiner Meinung nach typisch Englisch ist. Wo wir schon einmal beim Essen und der schlechten englischen Kueche sind, hier das erste Beispiel:


    Baked beans on toast und das ganze am besten noch zum Fruehstueck.
    Ich persoenlich mag gebackene Bohnen und auch auf dem Toast schmecken sie nicht schlecht. Eins meiner Kinder hat "gebackene Bohnen mit Kaese" als Lieblingsgericht, auch das ist noch ertraeglich wie ich finde.

    Wie dem auch sei. Inzwischen habe ich mich recht gut eingelebt und geniesse jeden Tag. A. hatte gestern ihren ersten Schultag und war hellauf begeistert. Dieses Kind ist wirklich sehr leicht zufrieden zu stellen und immer froehlich, was vieles vereinfacht. T. im Gegensatz ist sehr schnell aus der Verfassung zu bringen und mitunter recht weinerlich, was einen veranlasst immer genau nachzudenken was man sagt und/oder tut.

    G. (die Oma aus Schottland) ist zu Besuch und dies noch bis Samstag.
    Gestern war ich zuerst in Richmond, dann in C.L. und abends wieder in Central London..
    Als ich Piccadilly Circus passierte musste ich auf einmal dran denken, wie es damals war, als ich das allererste Mal aus der U-Bahn hochgekommen bin und alles auf mich einwirkte. Dies war genau dort und ich hab es noch vor Augen. So normal ist alles inzwischen, so sehr vertraut, jeder Winkel, jede Gasse. Ich wage sogar zu behaupten dass ich das gesamte U-Bahnnetz London vor den Augen habe und blind sagen koennte wo sich welche Station befindet, zumindest in der ersten und zweiten Zone. Schon faszinierend.:yes:


    Dieses Gebaeude wird uebrigens "die Gurke" genannt und liegt ziemlich direkt im Londoner Geschaeftsviertel, wo auch meine Gastmutter arbeitet. In der Gurke drin befinden sich allerdings lediglich Bueros und auch sonst wuesste ich keine spannende Geschichte zu dieser Baute, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie erst vor wenigen Jahren gebaut wurde. Dennoch gehoert sich zur Londoner "Skyline":p

  • Wissen oder Inteligenz?

    Ich denke es gibt einen grossen Unterschied zwischen Intelligenz und Wissen. Man kann intelligent sein ohne viel zu wissen, wohingegen man ebenfalls viel wissen kann ohne ueberdurchschnittlich intelligent zu sein. Um sich Wissen anzueignen allerdings ist eine gewisse Intelligenz Vorraussetzung, bzw. hilfreich. Es gibt schlicht gesagt "dumme" Menschen die keine Notwendigkeit sehen, ueber irgend etwas das um sie herum geschieht Bescheid zu wissen oder in einem bedingten Masse Allgemeinwissen dahingegen zu entwickeln, dass man um die grundelegenden Dinge unserer Gesellschaft, ja gar unserer Zivilisation weiss, was ich persoenlich als Defizit sehe, immerhin kann soetwas das soziale Leben und die Entwicklung der Gesellschaft negativ beeinflussen.
    Ich kannte einmal jemanden, der auf den ersten Blick recht "einfach", schulisch mitunter kaum gebildet und in einem gewissen Sinne primitiv wirkte. Dieser Jemand konnte dir aber die sagenhaftesten Theorien vorlegen und Vortraege halten, bei denen dir der Atem stockte, ganz einfach weil er unheimlich viel wusste. Die Vortraege waren einfach und bezogen sich lediglich auf aufgenommenes Wissen aus Tv Reportagen und Zeitschriften.
    Ein anderer Jemand aus meinem Bekanntenkreis hatte die gleiche fehlende Schulbildung, jedoch dafuer kein weitreichendes (Allgemein)wissen. Allerdings merkte man in all seinen Taten und Worten, dass er im Grunde hochintelligent war und alles Potenzial war da, wenn auch ungenutzt. Die Bildung, Entwicklung, familiaerer und kultureller/sozialer Hintergrund spielen bei Entwicklung von Wissen und Ausnutzung von Intelligenzpotenzial eine immens wichtige Rolle - meine Meinung.
    Warum das alles?
    Nun ja, es geschieht mitunter, dass ich mir Gedanken ueber Menschen mache, die ich treffe, die mir begegnen, die mir auffallen. In ganz alltaeglichen Situationen, in Bus, Bahn, in der Stadt oder auf der Strasse.
    Mich regen Leute auf, die mit ihrer Einfachheit und buchstaeblichen "Dummheit" andere Leute beeinflussen, schlicht weg auf die Nerven gehen, weil sie keinen Sinn fuer Benehmen und/oder Wortwahl, genauso wenig wie einen gewissen Anteil emotionaler Intelligenz besitzen.
    Diese Menschen regen mich auf und dann und wann wuerd ich sie mir gerne schnappen, gegen die naechste Wand druecken und ihnen die Augen oeffnen, doch das steht mir nicht zu. Stattdessen ertraegt man diese Mitbuerger, mal mehr mal weniger geduldig und denkt sich "jedem das Seine" oder "leben und leben lassen".
    London ist eine Grossstadt und Grossstaedte sind voll von Menschen die die Gesellschaft vergessen, die Entwicklung zurueckgelassen und das soziale Netz aufgegeben hat. Mit manchen hat man Mitleid (wie zum Beispiel der in sich zusammen gesunkene Mann mit dem leeren Gesicht voller Resignation und Ausdruckslosigkeit vor Mc Donalds gestern), mit anderen kann man mitfuehlen, wieder andere machen einen wuetend (schliesslich hat man sein Schicksal selbst in der Hand) und am Ende vom Tag gibt es noch jene, an denen man wort- und gedankenlos vorbei geht, als waeren sie nicht dort, nie gewesen.

    Gestern war ich zum groessten Teil in Central London und Richmond unterwegs, habe meine freie Zeit genossen und mein Buch mal wieder zu Ende gelesen:

    A. kommt mit ihrer Oma zusammen aus Schottland zurueck und ich werde mich gleich aufmachen, um die beiden vom Heathrow Flughafen abzuholen. Ich hoffe, dass ich mich dort zurecht finde *Angst*:-/

    Auf BBC 1 gibt es eine Art Doku Soap ueber Fahrschulen, Mirrors, Signal, Manoeuvre, welche ich ganz unterhaltsam finde.
    Wir wussten ja alle, dass die Englaender etwas seltsam sind, aber dass man hier scheinbar den Sehtest beim Fuehrerschein besteht in dem man mit dem Pruefer umher latscht und Nummerschilder von weitem vorliest finde ich doch schon extrem merkwuerdig und nicht zuletzt ineffektiv *lach*:p

  • Long Time Favourites

    Ohne diese beiden Dinge kann ich hier nicht leben. Ich weiss, ich weiss, "das gibt es doch auch in Deutschland", wohl wahr, aber die Pfundpreise sehen viel, viel besser aus:DD

  • Erholung

    C. ist mit A. am Samstag morgen schon ziemlich frueh nach Edinburgh (Schottland) aufgebrochen, um ihre Mutter zu besuchen und ich habe mir ein schoenes Wochenende in Central London gemacht, mit viel Eis, McD, Musicalbesuch (BILLY ELLIOT), diversen "Pseudostadtrundfahrten" und einer Menge netter Leute.

    Das Wetter war super und ich hatte sogar ein bisschen Geld in der Tasche (was das Leben in London eindeutig erleichtert *g*). Starbucks musste sein, genauso wie diverse Sandwichlaeden, NEW LOOK, NEXT, MARKS AND SPENCER, JOHN LEWIS, H&M, LILLYWHITES (wie habe ich diesen Laden vermisst), SPORTSWORLD, TESCO und CO. :DD (nicht dass ich dort das Geld was ich haette ausgegeben haette!)

    Ich verbringe neuerdings extrem viel Zeit an der Waterloo Station, um auf irgendwelche Zuege zu warten, nach Hause zu fahren oder auch wenn ich ankomme (dazu ist es auch noch praktisch, dass der McD dort bis Mitternacht geoeffnet hat und der Starbucks nie ueberfuellt ist (wie beispielsweise am Leicester Square *nerv*)

    Ich habe zudem erschreckenderweise eine neue Allergie entwickelt und mit signifikanten Symptomen zu kaempfen. Darunter leidet sogar meine Liebe zur Oxford Street, da die Spezie auf die ich hoch allergisch reagiere dort in Massen anzutreffen ist: TOURISTEN!XX(
    Sie treten vermehrt in kleinen Grueppchen auf, sind schwer bewaffnet (mit Digicam in der einen Hand und Stadtplan in der Anderen) und lieben es einen fast tot zu trampeln ohne sich dabei auch nur mit einem Blick zu entschuldigen.
    Wenn man einen "Bobby" (Polizisten) irgendwo stehen statt gehen sieht kann man ganz sicher sein: entweder bewacht er im Namen des Staates und im Kampf gegen den Terror einen U-Bahnhof oder aber er erklaert gerade einem trotteligen Touristen den Weg zum 20 m entfernten Buckingham Palace oder Big Ben (weil diese Objekte mitunter ja auch sehr leicht uebersehbar sind) *lol*
    Wenn jemand bei Rot an der Fussgaengerampel stehen bleibt, kann man mit 100%iger Sicherheit sagen: es ist ein Tourist - wenn dies um Mitternacht an einer unbefahrenen Strasse passiert ist es noch dazu wahrscheinlich ein Deutscher *ggg*
    Wer durch London rennt und dabei sein Handy und/oder 700Euro Kamera um den Hals baumeln laesst ist ebenso auf jeden Fall ein Tourist. Wer Ewigkeiten an der Bushaltestelle verbringt und sich wundert, dass die Busse an einem vorbei rauschen gehoert zur gleichen Spezie (man kann ja auch nicht alles wissen oder wie war das?)
    An die Englaender habe ich mich ja gewoehnt und es faellt mir leicht mich anzupassen (sich immer und ueberall entschuldigen, selbst wenn einem auf den Fuss getreten wird, immer brav Schlange stehen ohne die Miene zu verziehen und niemals ungeduldig werden, wenn die Kassiererin bei M&S mal wieder fast einschlaeft, immer uebers Wetter oder Bus und Bahn reden, dem Busfahrer danken und angucken waehrend man ihm sein Ticket zeigt, und und und) - all das ist in Ordnung und man kann sich drauf einstellen (sollte man zumindest wenn man hier lebt) aber die Touristen in dieser Stadt sind eine unberechenbare Groesse und ich muss mich oftmals zusammen reissen um nicht Agressionen oder gar Mordgelueste zu entwickeln.

    Auch Camden Town war selbst um halb Sechs Sonntags brechend voll. Ein bisschen habe ich auch das Gefuehl, dass nach den Anschlaegen im Juli jetzt noch mal ein Schub gekommen ist von Europatouristen, die es besonders spannend finden auf den Spuren des Terrors zu wandeln oder ihren Urlaub verschoben hatten, god knows why:roll:

    Heute ist mein erster Tag, an dem ich den Vor- und Nachmittag alleine bin, da A. in Schottland und T. im Kindergarten ist. Jedoch wartet in der Kueche ein Haufen Waesche auf mich und das Spielzimmer raeumt sich leider auch nicht von alleine auf. Allerdings habe ich mir fest vorgenommen trotz Regens einen Abstecher nach Richmond zu machen (Nachbarort), we'll seeB)

  • Ich liebe auch englische Freitage

    Heute habe ich mich permanent von Autofahrern verfolgt gefuehlt, bei denen ich das Gefuehl hatte sie koennen trotz GB Aufkleber und englischem Auto mit englischem Nummernschild erahnen, dass ich noch nicht wirklich vertraut bin mit diesem Auto und der Umgebung. Ich muss dazu sagen, dass ich die englischen Autofahrer nach wie vor als geduldiger und zuvorkommender empfinde als die Deutschen, god knows why:p

    Gestern bin ich nach einem morgendlichen Puppenspiel mit A. nach Central London rein gefahren, wo wir in Waterloo im Park und bei Starbucks waren, bevor wir C. zum Lunch getroffen haben und an der Themse entlang gelaufen sind, wo es einige Kuenstler gab, die nicht nur A. beeindruckt (und mit dem Klau unseres Kickboards erschreckt) haben.

    Ich finde es erstaunlich in welchen Gelegenheiten und an welchen Orten man mit provisorisch gebastelten "Puppen" (die im Grunde nur von auf Notizblockpapier aufgezeichneten Maennchen dargestellt werden) spielen und passende Stories erfinden kann. Wir haben die Leute im Zug und im Park nahe der Waterloo Station, sowie bei Starbucks und Mc Donalds auf jeden Fall gut unterhalten und einigen von ihnen ein Lachen entlocken koennen *LOL*:>> Auf dem Rueckweg haben wir vor lauter Spiel sogar unseren Bahnhof verpass und mussten eine Station zurueck fahren *peinlich* Zum Glueck ist A. wirklich ein Kind, mit dem man all dies problemlos machen kann, sie ist einfach grossartig. Sollte ich einmal eigene Kinder haben koennen sie genau so sein;)

    Den heutigen Tag habe ich zum grossen Teil auf dem Hosenboden und mit diversen Prinzen, Prinzessinen und Koenigen verbracht und in Richmond, wo A. und ich zu einem "Spielepark" gefahren sind, bevor wir anschliessend bei Sainsburys einkaufen und bei Starbucks ein Sandwich essen waren. Ich habe es geschafft, T. ohne Fernsehunterbrechung und grossem Geschrei sein Abendbrot zu verpassen und habe Harry Potter VI so gut wie durch. Das Wochenende kann kommen;D

  • Ein ganz normaler Mittwoch


    Dies ist Rufus, mein Prinz.. Er hat einen Bruder in San Franzisko und verbringt die meiste Zeit damit, um die Gunst Prinzessin Annabells, bzw. Charlotte (je nach dem) zu kaempfen *g*

    Auf unseren morgendlichen "Rollertouren" durch unsere Strasse (welche nebenbei gesagt eine Sackgasse bildet) haben wir gestern eine Katze getroffen, welche A. so lange faszinierend fand bis sie sie angefaucht hat *lol*

    Gestern nachmittag hatte ich die ersten freien zwei Stunden waehrend des Tages, als A. zu einer Freundin zum Spielen gegangen ist. Vorher waren wir im Bushy Park (nicht weit von unserem Haus entfernt) und ich fand es faszinierend, dass die Rehe dort so zahm waren, dass man sie sogar anfassen konnte..

    Heute haben wir den gesamten Tag auf einer Farm verbracht, wo es Ponys, Huehner, Kuehe, Schweine, Hasen und viel zu viele Ziegen gab.. Es war herrlich, das Wetter war super und mein liebes Kind mehr als nur ertraeglich, es hat richtig Spass gemacht und lustig war es mitunter auch. Wir hatten Mittag bei Tesco und da die Farm direkt am Heathrow Flughafen gelegen war konnte man die Jumbojets bewundern, die ueber einen hinweggeflogen sind, so nah dass man dem Piloten haette winken koennen - fuer mich als Fliegereifan optimal.

    Dieser Post klingt langweilig und formal, dabei habe ich gute Laune genug, um etwas Kreatives und Lustiges zustande zu bringen, warum gelingt es mir heute dennoch nicht? Ich erwarte eure Antworten *g*

    Habe ich eigentlich schon erwaehnt, dass die Umgebung hier richtig schoen ist? Ein weiterer Beweis dafuer, wie bunt bzw. gruen London sein kann:

  • Four Weddings And A Funeral

    Wenn man heiratet braucht man fuer gewoehnlich Trauzeugen. Wenn man die Kirche voll haben moechte laedt man auch ungeliebte Zeitgenossen und halb nackte alte Damen ein. Es ist Schicksal, wenn man viermal pro Tag heiratet und sich zudem kurz vor der Trauung in den Standesbeamten verliebt, waehrend der Braeutigam heraus findet, dass er gerade Rapunzel anstatt Prinzessin Charlotte zum Traualtar fuehrt. Zudem kann man nach einem zweitaegigen Besuch bei seinem koeniglichen Vater (der nicht wie man selbst in einem knatsch pinken Schloss lebt sondern in New York als Cop auf Verbrecherjagd geht) schnell auf Unerwartetes stossen wenn man zu seiner frisch getrauten Ehefrau zurueck kehrt. Zum Beispiel kann man in diesen zwei Tagen zwei sechsjaehrige Kinder bekommen oder heraus gefunden haben, dass man eigentlich lieber die Putzfrau des Koenigs zur Frau haben moechte. Es ist nicht ungewoehnlich wenn die sechsjaehrigen Kinder einem knapp bis zum Knie gehen und die Haustiere mitunter groesser sind als man selbst. All das passiert.. jeden Tag.. mit einem Haufen Phantasie, Kreativitaet.. in unserer schoenen kleinen Barbiewelt:D Ich durfte mal wieder der Prinz sein. Mein Schaf hiess (uebersetzt) "Pipigesicht" und ich selbst habe mir den Namen "Rufus" verpasst, was wie ich fand angemessen fuer einen Koenigssohn erschein..

    Ich habe eine neue "Freundin" - Jane. Jane hat eine mitunter monotone Stimme. In der Regel hoere ich ziemlich genau auf das was sie mir erzaehlt und dann und wann, so gebe ich zu, rede ich sogar mit ihr (was mir Sorgen bereitet). Manchmal hat Jane Unrecht und man zweifelt an ihrem Verstand. Manchmal versteht sie nicht, was man von ihr moechte, das macht einen wahnsinnig. Und manchmal, aber nur manchmal ist sie die einzige Rettung - in einem Wust von Strassen, Seiten- und Sackgassen, Autobahnkreuzen und Einbahnstrassen. Jane ist die Stimme unseres Navigationssystems, ich liebe sie;)

    Sollte man sich Sorgen machen, wenn Siebenjaehrige darauf bestehen, gefrorene Erbsen und Maiskoerner aus der Gefriertruhe zum Mittag essen zu wollen und rohe Kartoffeln zum Abendbrot? Letzteres fand ich gesundheitlich dermassen bedenklich dass ich mich durchgesetzt habe, aber zum Lunch hat A. tatsaechlich eingefrorene Maiskoerner und Erbsen mit trockenem Brot bekommen. Ich weiss das hoert sich schrecklich an, aber es war ihr ausdruecklicher Wunsch *lach* Als ich ihr erklaerte, dass dies nicht unbedingt normal ist und man es in der Regel nicht machen sollte meinte sie: "Du gewoehnst dich daran, dass ich nicht normal bin, wenn du laenger hier bist, das ist kein Problem" Okay.. Kein Problem:DD

  • Von laechelnden Polizisten und sinnlosen Busfahrten

    Gestern (Sonntag) war ich in Central London und hatte das Gefuehl irgendwie nach Hause zu kommen, alles sah so furchtbar vertraut aus, als wenn ich nie weggewesen und schon immer dagewesen waere.

    Es ist faszinierend wie sich der Blickwinkel bei Touren durch diverse Einkaufsstrassen aendert, wenn man keinen einzigen Penny in der Tasche hat und es ist ebenso interessant, wie schnell man in Panik geraet, wenn ploetzlich jemand den Bus verlaesst und seine Tuete auf dem Sitz liegen laesst. "Tschuldigung? Ist das ihre Tasche hier?" und man kann sicher sein dass sich der gesamte Bus ploetzlich entsetzt zu einem umdreht (so geschehen gestern im 25er). Den 30er Bus habe ich gestern auch mehrmals genommen (die 30er war bei den Anschlaegen vom 7.7. die betroffene Linie). Kings Cross ist zur absoluten Normalitaet zurueck gekehrt, das Einzige was einem ins Auge faellt ist die Baustelle (welche dort allerdings schon seit einiger Zeit besteht) und die Polizisten, welche u.a. auch die ein- und aussteigenden Passagiere an den Bahnsteigen beobachten.

    Es war schoen mal "rauszukommen", obwohl es wie gesagt nicht Besonders viel zu tun gab. Ich vermiss "meine Leute" und diverse Pubbesuche *ggg*

    Auf meinem Heimweg habe ich am Twickenham Bahnhof erst die Bushaltestelle nicht gefunden und einige Zeit warten muessen.

    Was mir aufgefallen ist: In Central London sind die Polizisten viel, viel ernster geworden. Man hat das Gefuehl, dass die Wut ebenso wie die erhoehte Aufmerksamkeit jedem ins Gesicht geschrieben steht, obwohl sie zugleich dennoch versuchen, besonders locker und "cool" zu wirken. Hier in Twickenham hingegen kriegt man immer ein freundliches Laecheln und einen Gruss, alles wirkt entspannter, aber vielleicht ist das auch nur Einbildung.;)

  • Weekends And Other Disasters

    "Wasser, ueberall, hilfe"
    "Was ist los?"
    "Katastrophe, es tropft"
    "Wie bitte?"
    "Ein riesengrosses Loch, komm schnell"

    Gerade telefoniere ich mit meiner Familie da hoer ich die Schreie. Das Badewasser ist geflutet (nicht meine Schuld) und langsam aber sicher bahnt sich das Wasser den Weg durch die Decke, bevor es immer mehr in unseren Flur tropft. Decken, Handtuecher, alles ins Bad und alles im Flur unten aus dem Weg geraeumt. "Ob wohl die Decke runterkommt?" "Oben fuehlt man schon wie sich der Boden bewegt" und langsam wird das Wasser rot ...

    So begann unser Tag.

    Anschliessend waren wir in KINGSTON, bei Starbucks, Borders (wo ich ein weiteres Kapitel HARRY POTTER gelesen habe - ha!), in diversen anderen Laeden und letztenendes im Kino:

    HERBIE - FULLY LOADED

    Waere ich nicht eingeladen worden und haetten wir nicht die Kiddies dabei gehabt haette ich mir diesen Film nicht unbedingt angesehen und so muss ich gestehen dabei auch nicht wirklich etwas verpasst (obwohl der Bruder der Hauptdarstellerin im Film echt nicht schlecht aussah, wenigstens etwas..)

    Wie wir heute feststellten scheint in Twickenham die RUGBY Saison begonnen zu haben, was wie C. meinte Chaos pur bedeutet und 24h lang Betrunkene Irre auf den Strassen, mal sehen .. *g*

  • The Sound Of Music

    Musik ist ein sehr, sehr wichtiger Teil meines Lebens und im Moment habe ich demzufolge zwei Probleme: die Batterien meines Disc Mans sind leer und in meinem Zimmer hier besitze ich weder eine Stereo Anlage noch sonst irgend ein Geraet mit dem ich meine mitgebrachten CDs abspielen koennte.

    Dennoch begann der Tag heute mit Musik und so endete er auch. Wir haben uns den (wohl allen bekannten) Film (bzw. eigentlich ist es mehr ein Filmmusical) The Sound Of Music aus den 60er Jahren angeschaut. Nett, wirklich sehr nett. Obwohl ich nach einer Diskussion mit C. nun verstanden habe, warum dieses Werk niemals ins Deutsche uebersetzt, bzw. synchronisiert wurde. Es sei nur so viel gesagt es geht um den WW2 (zweiten Weltkrieg) und die Deutschen kommen in diesem Film (wie sollte es anders sein) verdammt schlecht weg. So schlecht, dass eine Synchronisation anscheinend nicht moeglich war - wie auch immer.

    Obwohl Twickenham zu London dazu gehoert hat man hier nicht wirklich das Gefuehl in der selben Stadt zu sein. Es ist ruhig, es ist schoen, es ist idyllisch und familiaer und so kann die Themse aussehen:

    Den Nachmittag haben C., A. und ich heute in Guildford verbracht. Ein an London angrenzendes Staedtchen mit einer schoenen Fussgaengerzone, kleinen Geschaeften und ebenfalls wunderbarer Lage an einem zur Themse hinfuehrenden Fluesschen.

    Wir haben fast eine geschlagene Stunde bei WHSmith verbracht, wo A. Schulsachen bekommen hat und ich mich in der Zeit mit meinen Haribos und Harry Potter in die Buecherabteilung verkrochen habe.

    Zudem fand ich es recht amuesant, bzw. interessant, wie der Film BIG einer Siebenjaehrigen Angst einjagen kann. Wenn Tom Hanks das wuesste *ggg*:DD

    Auf Channel 4 ist eine neue Serie gestartet, welche bei uns in Deutschland so viel ich weiss auch gesendet wird:

    LOST

    Sie soll angeblich einfach nur super sein und so haben C. und ich uns die erste Folge angesehen. Nicht schlecht, mal sehen wie der Rest wird ...

  • A Whole New World

    Es ist nicht so dass hier wirklich alles komplett anders ist, es ist nur so, dass alles anders laeuft als ich es irgendwie gewohnt bin und war. Meine Familie hier ist nett und die Kinder sind wie gesagt wirklich sehr, sehr suess (obwohl ich aufpassen muss, dass ich A. nicht bevorzuge, weil sie mit ihrer herzlichen und offenen Art einen komplett beansprucht und einem keine Moeglichkeit gibt sie nicht sofort in sein Herz zu schliessen, waehrend T. mit seinen fast vier Jahren nicht nur weiter zurueck, sondern auch sehr, sehr schuechtern und sensibel ist)

    Meine Geschenke sind sehr gut angekommen und so sassen wir heute beim Abendessen zusammen, waehrend T. mit seinem neuen Autotruck spielte und A. ihre Halskette bastelte.

    Ich habe heute das erste Mal unser riesiges Auto gefahren, welches ein Diesel ist und sich ungefaehr so faehrt wie ein Traktor. An das Fahren auf der anderen Strassenseite und Sitzen auf der anderen Fahrerseite bin ich ja gewohnt, aber mit dem Wagen werde ich wohl noch so meinen Spass haben, nachdem ich es geschafft habe, ihn heute gleich dreimal hintereinander (zur Belustigung aller) absaufen zu lassen. Zum Glueck haben wir ein 1A Navigationssystem an Bord, welches dir per Stimme und Karte genau den Weg weisst, so dass man sich quasi garnicht verfahren kann.

    Nachdem wir T. zum Kindergarten gebracht haben sind wir zu A.'s Schule (obwohl Ferien sind) gefahren und haben uns die Umgebung angeschaut, bevor wir bei COSTA einen Kaffee (bzw Kakao) getrunken haben.

    Wir waren auf diversen Spielplaetzen, Einkaufsstrassen, mit Bus und Roller unterwegs und bei BOOTS.

    Als C. kurz ins Krankenhaus musste haben A. und ich es uns in ihrem Zimmer gemuetlich gemacht und Barbie und Co. gespielt, was mich prompt in meine eigene Kindheit zurueck versetzt hat. Ich war Prinz Charming und hatte um die Gunst von Prinzessin Arabella zu kaempfen, waehrend mir meine beiden gehaessigen Schwester und meine rabiate Mutter das Leben schwer gemacht haben. In meinem wunderschoen pinken Schloss gab es einige Morde und die Prinzessin war von meinen Handlosen Armen und zickigen Kreischversuchen waehrend ich meine Muskeln hab spielen lassen nicht wirklich angetan. Die Geschichte bis ins Detail wieder zu geben ist nicht nur nicht moeglich, sondern wuerde mich hier auch als leicht irre erscheinen lassen, denn zu all dem kommen noch Hunde deren Schwiegereltern alte Feinde der Koenigen sind, Babykillerwale die versteckt von der Schwester der Prinzessin gehalten und aufgepaeppelt werden und diverse Mordversuche an meiner Wenigkeit *ggg* Wie schoen und unendlich fantasiereich Kinder doch sein koennen (obwohl die Idee dass der Prinz aufgrund der Ablehnung Annabells und seinem knall pinken Schloss, Auto und der Handtasche, am Ende auf den Bruder Annabells stand von mir stammte *lol*):DD

  • Angekommen

    Nun bin ich seit etwas mehr als 24h hier und habe schon mehr getan wie die letzte Zeit in einer Woche.

    Alles ist neu und alles ist erstmal anders als ich es bisher gewohnt war. Eine ziemlich grosse Umstellung wie ich gestehen muss aber ich hoffe dass ich dem Begriff "Gewohnheitstier Mensch" gerecht werde und mich recht bald einlebe, bzw. anpasse...

    Gestern haben mich C. und A. vom Flughafen Heathrow abgeholt und nachdem ich kurz meine Sachen abgestellt habe sind wir nach Kingston zum Shoppen gefahren, wo wir gute drei Stunden durch das (wie ich gestehen muss) wirklich schoene Oertchen (auch zu London gehoerend) gelaufen sind, bevor wir spaeter T. vom Kindergarten abgeholt und zu Abend gegessen haben ...

    Ich bin froh wieder hier zu sein, weil ich England und London einfach liebe, aber es ist im Moment noch schwer irgendwas zu sagen, zu neu ist alles und obwohl ich an das Land und die Menschen hier gewohnt bin gibt es noch Einiges an das ich mich gewoehnen muss denke ich. Jeder ist anders ...

    Die Kinder sind jedenfalls goldig und besonders A. habe ich sofort in mein Herz geschlossen.

    Mal sehen wie es weiter geht ... :wave:

  • Auf ein Neues

    Hier ist also mein neuer Blog passend zu meinem neuen Lebensabschnitt der nun beginnt *wichtigtuendräusper*
    In genau 36 Stunden startet mein Flieger gen Westen und kurze Zeit später wird mein geliebtes (wenn auch angeschlagenes) London mich wieder haben *grins*

    Natürlich freue ich mich, gleichzeitig spüre ich aber auch einen Hauch Unsicherheit, gemischt mit Neugier, Aufregung und einem kleinen Anteil Angst. Angst was mich genau in den nächsten Monaten alles Neues erwarten wird ...

    Meine letzten Tage hier in Deutschland habe ich genossen, bzw. tue es immernoch und das trotz diverser Behördengänge und angenehmen Telefonaten mit Banken und Co. Warum ist es so schwer über einen Monat der nicht mal ein halbes Jahr zurück liegt Kontoauszüge zu erhalten? Bei uns in der Sparkasse wo ich gearbeitet habe ging das immer problemlos. Nicht so bei diversen anderen Instituten (ohne jetzt Namen nennen zu wollen) *grummel*>:-(

    Nachdem ich die letzten Tage in Dinslaken, Oberhausen, Essen und Co. verbracht habe hat es mich heute ans Bett gefesselt *kränkel* Hoffentlich bin ich übermorgen wieder zu 100% fit.

    Ich war mit Tina, Jess etc. unterwegs, u.a. viel Essen und mal wieder im Kino: "An Deiner Schulter". (The Upside Of Anger) Der Film war unerwartet schön, emotional und intelligent und ich musste zugegeben fast weinen (was mir im Kino selten passiert) ..

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